Nachhaltigkeitsrat prämiiert die Freie Universität Berlin

„SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz“ erhält Qualitätssiegel für innovatives Bildungskonzept

Nr. 4/2013 vom 10.01.2013

Die an der Freien Universität Berlin etablierte „SchülerUni Nachhaltigkeit + Klimaschutz“ ist mit dem Qualitätssiegel „Werkstatt N“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ausgezeichnet worden. Die SchülerUni verkörpere mit ihrem vielfältigen Engagement „eine gelebte Kultur der Nachhaltigkeit“, erklärte die Ratsvorsitzende Marlehn Thieme. Bei der 2005 ins Leben gerufenen themenfokussierten SchülerUni  werden zwei Mal im Jahr einwöchige Programme rund um das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz  für Heranwachsende  angeboten. Die Freie Universität öffnet für 5. und 6. Schulklassen ihre Hörsäle, Seminarräume, Heizungskeller, Solardächer, Labore, die Wetterstation und den Botanischen Garten und macht für Schulkinder praktisch erlebbar, was hinter den abstrakten Begriffen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes steckt. Mit den einwöchigen Programmen aus 50 Mitmachworkshops und Vorlesungen werden bezogen auf die Lebenswelt der Schulkinder soziale, ökonomische, ökologische und kulturelle Aspekte einer nachhaltigen Entwicklung behandelt und gemeinsam Lösungen für den Alltag entwickelt.

Das Bildungsformat wurde vom Forschungszentrum für Umweltpolitik der Freien Universität entwickelt und bereits 2009/10 sowie 2011/2012 von der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ als vorbildliches Projekt für „Nachhaltigkeit Lernen“ und 2012 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die nächste SchülerUni findet vom 11. bis 15. März 2013 und vom 9. bis 13. September 2013  statt. Die Auszeichnung des Nachhaltigkeitsrates ist nicht dotiert.

Die Jury des Nachhaltigkeitsrates hatte nach eigenen Angaben 250 Bewerbungen im Hinblick auf das umfassende Verständnis von Nachhaltigkeit in den drei Dimensionen Umwelt, Ökonomie und Soziales. Außerdem bewertete die Jury die Übereinstimmung von Ziel und Methode bei den eingereichten Projekten sowie deren Originalität. Von den eingereichten Projekten wurden 100 ausgezeichnet.

Dem Rat für Nachhaltige Entwicklung gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an, die von der Bundeskanzlerin für eine Mandatszeit von drei Jahren berufen werden. Zu den Aufgaben des Rates gehören die Entwicklung von Beiträgen zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Beiträge, um Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

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