Soziologen untersuchen Gefühle rund ums Auto

Für das Forschungsprojekt des Exzellenzclusters „Languages of Emotion“ werden Studienteilnehmer gesucht

Nr. 182/2012 vom 28.06.2012

Die emotionale Bedeutung des Autos wird in einem Forschungsprojekt an der Freien Universität untersucht. Die Soziologen Christa Bös und Prof. Dr. Christian von Scheve vom Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ analysieren die individuellen emotionalen Reaktionen auf unterschiedliche Fahrzeugtypen wie Mittelklassewagen, Sportwagen, Sport Utility Vehicle (SUV) oder Kleinstfahrzeuge. Die Wissenschaftler wollen zudem herausfinden, inwiefern Gefühle und Wertvorstellungen zusammenhängen. Gefühle, die durch Autos ausgelöst werden – wie Freude, Faszination und Stolz – sind insofern von gesellschaftlicher Bedeutung, da sie sich auf die Nutzung anderer Formen verbrauchs- und emissionsarmer Mobilität auswirken könnten. Für die Studie werden noch Teilnehmer gesucht.

Erste Vorstudien zeigen: Bei manchen Personen lösen Sportwagen, SUVs oder Luxuslimousinen Freude und Stolz aus. Aber einige Menschen reagieren auf große, PS-starke Wagen auch mit negativen Gefühlen und starker emotionaler Ablehnung. Außerdem scheinen männliche und weibliche Stereotype im Zusammenhang mit Autos und Emotionen in manchen gesellschaftlichen Gruppen eine stärkere Rolle zu spielen als in anderen. Christa Bös, die das Projekt als Doktorandin bearbeitet, untersucht mögliche Ursachen für die Unterschiede in der individuellen Bedeutung von Autos:  „Wir möchten wissen, wie Alter, Geschlecht, Werte, Status oder der Lebensstil unsere Emotionen gegenüber bestimmten Fahrzeugtypen beeinflussen.“

Für das Forschungsprojekt werden Interviewpartner gesucht. In etwa einstündigen Einzelinterviews (Termin und Ort in Berlin nach Vereinbarung) werden die Studienteilnehmer zu ihren persönlichen Einstellungen gegenüber verschiedenen Fahrzeugmodellen befragt. Teilnehmer erhalten für ihren Aufwand eine Entschädigung von 10 Euro.

Weitere Informationen bei Interesse an einer Studienteilnahme

E-Mail: autos-und-emotionen@loe.fu-berlin.de oder Telefon (Mo bis Sa 8 bis 15 Uhr) 030 838 577 08

Weitere Informationen für Pressevertreter

Regina Brückner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Cluster Languages of Emotion der Freien Universität Berlin, Tel. 030 / 838-57611, E-Mail: r.brueckner@fu-berlin.de