Lebenswerk des Vordenkers der Lehrerausbildung gewürdigt

US-Professor für Pädagogische Psychologie Lee Shulman von der Stanford University erhielt Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin

Nr. 118/2012 vom 11.05.2012

Der US-amerikanische Professor für Pädagogische Psychologie von der Stanford University, Lee S. Shulman, ist mit der Ehrendoktorwürde der Freien Universität ausgezeichnet worden. Der Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Universität würdigte damit Shulmans Lebenswerk in der Bildungsforschung. Zur Begründung hieß es, von Shulmans „wissenschaftlicher Strahlkraft“ seien wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Deutschland ausgegangen. Der Festakt im Henry-Ford-Bau der Freien Universität fand in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut (MPI) für Bildungsforschung statt. Die Laudatio hielt Bildungsforscher Professor Dr. Jürgen Baumert vom MPI.

Lee Shulman, President Emeritus der „Carnegie Foundation for the Advancement of Teaching“ an der School of Education der Stanford University, wurde 1938 in Chicago als einziger Sohn jüdischer Einwanderer geboren. Er studierte mit einem Stipendium Philosophie und Psychologie an der University of Chicago und interessierte sich früh für die Struktur verschiedener Disziplinen. Von 1963 an lehrte und forschte Lee Shulman an der Michigan State University, 1982 wechselte er an die Stanford University, an der er auch nach seiner Emeritierung bis heute tätig ist. Im Mittelpunkt seiner langjährigen Arbeit stehen die Herausforderungen des Schulunterrichts und die Entschlüsselung der intellektuellen Anforderungen, die der Unterricht an Lehrkräfte und damit auch an Schüler stellt.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Harm Kuper, Dekan des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie, Telefon: 030 / 838–52914 und -54653 (Sekretariat), E-Mail: harm.kuper@fu-berlin.de