Niedriger, langsamer, nachhaltiger

Freie Universität senkt Energieverbrauch zum elften Mal in Folge

Nr. 115/2012 vom 10.05.2012

Die Freie Universität Berlin hat 2011 zum elften Mal in Folge ihren Energieverbrauch gesenkt. Gegenüber der Ausgangssituation 2000/01 verbrauchte die Universität bei insgesamt stabiler Flächennutzung rund 43 Millionen Kilowattstunden Strom und Wärme oder 26,3 Prozent weniger als Anfang des vergangenen Jahrzehnts. Wie aus der Energiebilanz des Energie- und Umweltkoordinators Andreas Wanke weiter hervorgeht, bedeutet dies im Vergleich zur Ausgangssituation eine jährliche Reduzierung von 12.800 Tonnen Kohlendioxid.

Ohne diesen Erfolg hätte die Freie Universität im vergangenen Jahr rund 3,7 Mio. Euro mehr für ihren Energiebezug ausgeben müssen. „Wir sind froh, dass unsere Anstrengungen sowohl für den Klimaschutz als auch unseren Haushalt Früchte tragen. So werden wir als öffentliche Bildungseinrichtung unserer Vorbildfunktion gerecht. Das eingesparte Geld können wir nun in Forschung und Lehre investieren. So profitieren vor allen Dingen unsere Studierenden“, betonte der Kanzler der Freien Universität, Peter Lange. Er dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Studierenden für die Anstrengungen. Ohne sie wären Einsparungen in dieser Größenordnung und Kontinuität nicht möglich gewesen.

Energie- und Umweltkoordinator Andreas Wanke erläuterte: „Unsere Einsparerfolge sind insbesondere auf unsere langjährigen Anstrengungen bei technischen und baulichen Neuerungen sowie unser universitätsinternes Prämiensystem zurückzuführen.“ Das 2007 eingeführte Prämiensystem schaffe bei den Fachbereichen Anreize, Energie zu sparen, weil ihnen ein Teil der Einsparungen zugute komme. Einen zunehmend wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leiste der Ausbau der regenerativen Energieerzeugung, betonte Wanke. Mittlerweile werde auf acht Dächern von Universitätsgebäuden Solarstrom mit Photovoltaik-Anlagen produziert. „Die jährlich erzeugten 570.000 Kilowattstunden reichen aus, um die gesamte Zentrale Universitätsverwaltung mit Solarstrom zu versorgen“, so Wanke.

Trotz dieser Erfolge sieht Kanzler Peter Lange noch nicht das Ende der Sparanstrengungen erreicht. „Auch wenn weitere Einsparungen immer schwieriger werden, setzen wir unsere Schritte zur Stärkung unserer Energieeffizienz und Nachhaltigkeit konsequent fort“, unterstrich Lange.

Weitere Informationen

Andreas Wanke, Koordinator für Energie- und Umweltmanagement der Freien Universität Berlin, Technische Abteilung, Telefon: 030 / 838-52254, E-Mail: Andreas.Wanke@fu-berlin.de