Freie Universität Berlin beliebtester Ort in Deutschland für ausländische Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler

Platz 1 im jüngsten Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung

Nr. 092/2012 vom 20.04.2012

Die Freie Universität Berlin ist nach Einschätzung der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland der beliebteste Aufenthaltsort für ausländische Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler. Wie die Stiftung in Bonn mitteilte, kam die Freie Universität mit 286 Gastaufenthalten von Preisträgern und Stipendiaten aus dem Ausland in den Jahren 2007 bis 2011 auf Platz eins. Auf Platz zwei folgt die Humboldt-Universität mit 263 Aufenthalten. Hinzu werden für beide Universitäten acht Wissenschaftler gezählt, die sich an Charité – Universitätsmedizin Berlin aufhielten, ihrer gemeinsamen medizinischen Fakultät. Der Präsident der Freien Universität, Professor Peter-André Alt, freute sich über das gute Abschneiden: „Die Ergebnisse sind ein positives Signal. Sie unterstreichen, dass unser Exzellenzkonzept als Internationale Netzwerkuniversität Früchte trägt. Die traditionell hohe Reputation, die die Freie Universität im In- und Ausland genießt, ist damit nochmals gesteigert worden.“

Ausgewertet wurde für das Ranking die Anzahl der Gastaufenthalte von insgesamt 6.082 internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern, die in den vergangenen fünf Jahren als Stipendiaten oder Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland forschten. Auf Platz drei kam dabei die Ludwig-Maximilians-Universität München, auf Platz 4 die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Betrachtet nach Fächergruppen konnte sich die Freie Universität Berlin in den Lebenswissenschaften von Platz 5 auf Platz eins im Vergleich zur letzten Rangliste des Jahres 2009 verbessern. In den Geistes- und Sozialwissenschaften verteidigte die Freie Universität ihren ersten Platz. In den Naturwissenschaften kam die Freie Universität auf Platz 9.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist die wichtigste Anlaufstelle für internationale Wissenschaftler aus dem Ausland. Hinter jedem Aufenthalt steht nach Einschätzung der Stiftung die Entscheidung für einen Gastgeber in Deutschland und eine Aussage darüber, in welchen Fachbereichen die deutsche Forschung so gut ist, dass sie den internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe gewinnt. Außerdem zeige es, welche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Deutschland besonders intensive internationale Kontakte pflegen. Denn die „Humboldtianer“, wie sie von der Stiftung genannt werden, suchen sich ihren Gastgeber selbst und entscheiden aufgrund seiner wissenschaftlichen Qualität und internationalen Sichtbarkeit. Ein Spitzenplatz im Humboldt-Ranking ist daher ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und Reputation.

Auch bei Studierenden aus dem Ausland ist die Freie Universität nach einer Statistik des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) von Ende 2011 im bundesweiten Vergleich mit Abstand der beliebteste Aufenthaltsort. Die Freie Universität entsendet DAAD-Angaben zufolge zudem deutlich mehr Studierende ins Ausland als jede andere Universität hierzulande. Bei der Zahl ausländischer Doktoranden im Zeitraum zwischen 2005 und 2011 lag die Freie Universität nach Angaben des DAAD aus dem vergangenen Jahr mit 1139 Promovenden zudem vor allen anderen acht deutschen Exzellenzuniversitäten.

Weitere Informationen

Goran Krstin, Pressesprecher des Präsidenten, Telefon:030 / 838-73106; E-Mail: goran.krstin@fu-berlin.de

Im Internet

www.humboldt-foundation.de/web/humboldt-ranking-2012.html