Bedeutung des Wassermanagement-Studiengangs gewürdigt

Projekt der Freien Universität auf Konferenz des Auswärtigen Amtes vorgestellt

Nr. 060/2012 vom 19.03.2012

Der an der Freien Universität für die Deutsch-Kasachische Universität (DKU) in Almaty entwickelte Masterstudiengang „Integriertes Wassermanagement“ ist als beispielgebende Initiative zugunsten der Staaten Zentralasiens gewürdigt worden. Vertreter der Regierungen Kasachstans, Kirgisistans, Tadschikistans, Turkmenistans und Usbekistans und Deutschlands erklärten auf einer Konferenz in Berlin, die Einrichtung des Studiengangs habe zum Erfolg der ersten Phase der „Wasserinitiative Zentralasien“ des Auswärtigen Amts beigetragen. Gewürdigt wurde vor allem die Teilnahme von Studierenden aus der Region an dem Studiengang. Die Zusammenarbeit solle fortgesetzt werden, hieß es.

Wasser ist in Zentralasien ein kostbares und knappes Gut, weshalb es für die Staaten der Region von großer Bedeutung ist, akzeptable Wassernutzungsmechanismen zu entwickeln, die die Interessen aller beteiligten Republiken berücksichtigen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Das Auswärtige Amt fördert diesen regionalen Prozess, um zu einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Entwicklung sowie zu Sicherheit und Stabilität in der Region beizutragen. Das 2008 angestoßene Programm geht jetzt in eine zweite Phase über. Die Bundesregierung engagiert sich hierbei auf wissenschaftlich-technischer, auf institutioneller sowie auf akademisch-praktischer Ebene.

Auf der akademischen Ebene spielt die Freie Universität Berlin als Partner der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty eine herausgehobene Rolle: Das interdisziplinäre Berlin Centre for Caspian Region Studies und die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Brigitta Schütt und Prof. Dr. Tilman Rost am Institut für Geografische Wissenschaft der Freien Universität konzipierten den im September 2011 eingerichteten viersemestrigen Masterstudiengang „Integriertes Wassermanagement“ (IWM) an der DKU. Der Studiengang richtet sich an Absolventen agrar-, ingenieur- und naturwissenschaftlicher Bachelorstudiengänge an zentralasiatischen Hochschulen. Aufgabe und Ziel des weiterqualifizierenden Masterstudiengangs ist die Ausbildung von interdisziplinär ausgebildeten „Wassermanagern“. Die ersten Teilnehmer werden ihren Abschluss 2013 erhalten.

Weitere Informationen

PD Dr. Lutz Mez, Berlin Centre for Caspian Region Studies der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-55585, E-Mail: lutz.mez@fu-berlin.de