Positives Zwischenergebnis für Bewerbung um ein DFG-Forschungszentrum „Integrative Biodiversitätsforschung“

Bewerbung der Freien Universität mit Forschungspartnern der Region um ein DFG-Forschungszentrum „Integrative Biodiversitätsforschung erreicht Runde der letzten vier

Nr. 247/2011 vom 22.07.2011

Im Bewerbungsverfahren um die Ansiedlung eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgeschriebenen Forschungszentrums mit dem Schwerpunkt „Integrative Biodiversitätsforschung“ hat ein Antrag der Freien Universität Berlin und ihrer Forschungspartner der Region die Runde der letzten vier Konzepte erreicht. Der Senat der DFG wählte die Bewerbung aus elf eingereichten Skizzen aus. Für das Projekt muss nun ein Vollantrag eingereicht werden; die Entscheidung über den Zuschlag fällt im April 2012.

Der Antrag bündelt die Expertise auch zahlreicher weiterer Institutionen in der Region Berlin-Brandenburg: Beteiligt sind als Partner neben der Universität Potsdam auch die Technische Universität, die Humboldt-Universität, das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, das Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung.

Koordiniert wird der gemeinsame Antrag von Professor Dr. Matthias C. Rillig vom Institut für Biologie der Freien Universität Berlin. Die Bewerbung sieht unter anderem die Forschung in vier zentralen Themengebieten vor: Einer der Schwerpunkte umfasst Synthese, Theoriebildung und Modellierung in der Biodiversitätsforschung, ein weiterer die ökologische Forschung sowie sogenannte ökologische Interaktionen. In einem dritten im Antrag vorgesehenen Schwerpunktthema wird die Evolution und Anpassung von Organismen und Lebensgemeinschaften aufgegriffen. Ein vierter Fokus liegt auf der Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen des Naturschutzes.

In der Biodiversitätsforschung werden Ursachen und Wirkungen der Verteilung und Veränderung von terrestrischer und aquatischer Biodiversität auf allen biologischen Organisationsebenen untersucht. Mitbewerber um das DFG-Forschungszentrum sind die Universität Göttingen, die Universität Oldenburg sowie ein gemeinsamer Antrag der Universitäten Leipzig, Jena und Halle-Wittenberg. Zur Finanzierung der Forschung in dem beantragten Zentrum können zwischen vier und sieben Millionen Euro pro Jahr beantragt werden.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Matthias C. Rillig, Institut für Biologie der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-53165, E-Mail: rillig@zedat.fu-berlin.de