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Freie Universität Berlin verleiht Ehrendoktorwürde an den japanischen Sozialphilosophen Dr. Ken’ichi Mishima

Die Laudatio zur Verleihung am 17. Februar 2011 hält Prof. Dr. Jürgen Habermas

Nr. 32/2011 vom 07.02.2011

Der japanische Sozialphilosoph Dr. Ken’ichi Mishima erhält am 17. Februar 2011 die Ehrendoktorwürde der Freien Universität. Mit der Verleihung würdigt der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften einen der renommiertesten Humanwissenschaftler Japans, heißt es in der Begründung. Die Laudatio beim Festakt im Henry-Ford-Bau der Freien Universität hält Prof. Dr. Jürgen Habermas. Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung bis zum 15. Februar erbeten. Journalisten sind willkommen, Interviews mit Dr. Mishima sind nach vorheriger Vereinbarung möglich.

Der Fachbereich erklärte weiter, Dr. Ken’ichi Mishima habe durch seine Forschungen und Übersetzungen, seine Interventionen als kritischer Intellektueller in der japanischen wie der deutschen Öffentlichkeit sowie durch seine Mitgliedschaft in internationalen Gremien den öffentlichen Diskurs und die Wissenschafts- und Kulturbeziehungen zwischen Japan und Deutschland vielfältig mitgeprägt. Mit der Freien Universität ist Mishima seit den 1990er Jahren durch mehrere Forschungsprojekte verbunden. Von 1994 bis 1995 war er Gast am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1987 erhielt Mishima vom Bundespräsidenten den Philipp-Franz-von-Siebold-Preis, 2001 den Eugen-und-Ilse-Seibold-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Mishima ist Professor für Sozialphilosophie und zeitgenössische Philosophie an der Tokyo Keizai Universität. Zuvor lehrte er an der Universität Osaka. Er gilt als wichtiger Vermittler der sogenannten Kritischen Theorie in Ostasien. Zu seinen weiteren Forschungsschwerpunkten zählen die moderne Philosophie, vor allem die Rezeption der Werke Friedrich Nietzsches und Walter Benjamins, die Theorie und Empirie der selektiven und multiplen Moderne sowie intellektuelle Diskurse in Deutschland.

Die Laudatio hält Prof. Dr. Jürgen Habermas. Der 1929 in Düsseldorf geborene Wissenschaftler gilt als einer der weltweit meist rezipierten Philosophen und Soziologen der Gegenwart. Der frühere Forschungsassistent Horkheimers und Adornos wurde vor allem durch seine Arbeiten zur Sozialphilosophie bekannt, mit denen er die sogenannte Kritische Theorie weiterführte. Habermas erhielt unter anderem 2005 den renommierten Kyoto-Preis. Der seit 1985 jährlich vergebene hoch dotierte Preis gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für Verdienste um Wissenschaft und Kultur.

Zeit und Ort

  • 17. Februar 2011, 16.00 Uhr
  • Henry-Ford-Bau der Freien Universität, Garystr. 35, 14195 Berlin, Hörsaal D

Anmeldung

  • Medienvertreter können sich bis 15. Februar 2011 anmelden sowie Interviewtermine vereinbaren über die Freie Universität Berlin, Presse und Kommunikation,
    Telefon 030 / 838-73180, E-Mail: presse@fu-berlin.de
  • Allgemeine Anmeldung bis 15. Februar 2011 per E-Mail unter: karin.klose@fu-berlin.de

Weitere Informationen

  • Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit, Ostasiatisches Seminar der Freien Universität Berlin, Telefon 030 / 838-53857 oder -53856, E-Mail: i.hijiya@fu-berlin.de
  • Karin Klose, Sekretariat Japanologie, Telefon 030 / 838-53857,
    E-Mail: karin.klose@fu-berlin.de

Im Internet

www.fu-berlin.de/japanologie