Im Angesicht der Wissenschaft

Videoinstallation „facing science“ an der Freien Universität gibt Berliner Forschungslandschaft ein rasantes Gesicht

Nr. 375/2010 vom 06.12.2010

Im Foyer des Instituts für Mathematik der Freien Universität Berlin ist zurzeit die Videoinstallation „facing science“ zu sehen. Mit rasanter Geschwindigkeit zeigt der Künstler Tim Otto Roth in einer Filmprojektion Porträts von Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich im Betrachterauge stets neu zu einem dynamischen Bild der Berliner Wissenschaftslandschaft zusammensetzen. Der Besuch der Installation ist kostenlos. Das Projekt „facing science“ wird im Rahmen der Jubiläumsausstellung WeltWissen gezeigt, die noch bis zum 9. Januar 2011 im Martin-Gropius-Bau läuft.

Bei voller Geschwindigkeit werden 1440 Gesichter pro Minute abgebildet. Als einziger Ruhepunkt verbleiben in der Dauerschleifenprojektion die Augen, die in Frontalsicht den Betrachter anzublicken scheinen und eine kommunikative Schnittstelle bilden.

Das Projekt reflektiert auch die Strukturen des Wissenschaftsnetzwerks, das sich hinter den Gesichtern verbirgt. Die Webschnittstelle, über die die Wissenschaftler ihr Foto in die Datenbank laden, dient gleichzeitig als soziale Plattform, mithilfe derer die Forscher Kollegen zu dem Projekt einladen können. So lässt sich verfolgen, wie die einzelnen Disziplinen, Einrichtungen, Standorte und Forschungskooperationen miteinander verknüpft sind.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Konrad Polthier, Institut für Mathematik der Freien Universität Berlin,
Telefon: 030 / 838-75871, E-Mail: konrad.polthier@fu-berlin.de