Christian Hackenberger überzeugt mit herausragender Forschung in der Chemischen Biologie

Der 34-Jährige wird als erster Wissenschaftler im neuen Perspektivenprogramm „Plus 3“ der Boehringer Ingelheim Stiftung gefördert

Nr. 344/2010 vom 11.11.2010

Dr. Christian Hackenberger von der Freien Universität Berlin wurde als erster Wissenschaftler für das Perspektiven-Programm „Plus 3“ der Boehringer Ingelheim Stiftung ausgewählt. Der 34-Jährige leitet eine Emmy-Noether-Gruppe am Institut für Chemie und Biochemie. Das Stiftungsprogramm fördert selbständige Nachwuchsgruppenleiter für die Dauer von bis zu drei Jahren mit bis zu 900.000 Euro.

Der Chemiker hat sich das Ziel gesetzt, hochselektive chemische Reaktionen zu entwickeln, die auch in biologischer Umgebung ablaufen, beispielsweise in lebenden Zellen. Solche Reaktionen, von denen seine Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren bereits verschiedene etabliert hat, können zelluläre Vorgänge sichtbar machen oder auch die biologische Funktion wichtiger Biomoleküle – den Proteinen – gezielt steuern. „Die großartige Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung ermöglicht uns, unsere Projekte in den kommenden Jahren weiterhin mit Volldampf anzugehen“, sagt der Nachwuchsgruppenleiter. „Gleichzeitig bestärkt es uns als Chemiker, durch die Entwicklung neuer synthetischer Werkzeuge zur Beantwortung biologischer Fragestellungen beizutragen.“

Christian Hackenberger studierte von 1996 bis 1998 Chemie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; er graduierte 1999 an der University of Wisconsin mit einem Master of Science. Nach seiner Promotion im Jahr 2003 an der RWTH Aachen forschte er bis 2005 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Seit Oktober 2005 ist er am Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin tätig, zunächst als Liebig-Stipendiat des Fonds der chemischen Industrie (FCI), seit 2006 als Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe. Seit 2008 ist er zudem Sprecher des integrierten Graduiertenkollegs „Multivalenz in Chemie und Biochemie“ im Sonderforschungsbereich 765 der Freien Universität.

Mit ihren Förderprogrammen und Wissenschaftspreisen unterstützt die 1977 gegründete Boehringer Ingelheim Stiftung exzellente Forschung in den Fächern Medizin, Biologie, Chemie und Pharmazie. Für das  Perspektiven-Programm „Plus 3“  wählt die Stiftung herausragende Nachwuchsgruppenleiter und –leiterinnen der medizinischen, biologischen und chemischen Grundlagenforschung aus. Ziel des Programms ist es, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin zu unterstützen, das eigene Forschungsprofil weiterzuentwickeln und die Berufbarkeit für eine Professur zu erlangen.

Weitere Informationen

  • Dr. Christian Hackenberger, Freie Universität Berlin, Institut für Chemie und Biochemie,
    Telefon 030 / 838-52451, E-Mail: hackenbe@chemie.fu-berlin.de
  • Dr. Kerstin Dell, Boehringer Ingelheim Stiftung,
    Telefon 06132 / 89 85-0, E-Mail: kerstin@bifonds.de

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