Kunst, Kultur und Geschichte in der Schule

Freie Universität Berlin kooperiert in geisteswissenschaftlichen Fächern mit Schulen / Ausstellung und Projekte werden am 4. November 2010 vorgestellt

Nr. 331/2010 vom 29.10.2010

Projekte zwischen der Freien Universität und Schulen in Berlin und Brandenburg stellt der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften bei einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 4. November 2010, vor. In den naturwissenschaftlichen Fächern bietet die Freie Universität bereits verschiedene Schüleruniversitäten an, in den Geisteswissenschaften sind diese Kooperationen neu: Studierende machen Unterrichtspraktika an Schulen, Schülerinnen und Schüler nehmen an Seminaren teil, und Wissenschaftler bieten Unterrichtsmaterialien für Lehrer an. Im Vorfeld der Informationsveranstaltung findet eine Führung durch die Ausstellung kunstwissenschaftlicher Unterrichtsprojekte in der Universitätsbibliothek der Freien Universität statt.

Derzeit gibt es drei Kooperationsprogramme. Damit sollen kulturwissenschaftliche Disziplinen, die nicht zum schulischen Fächerkanon zählen, in den Unterricht eingebunden werden. Das Institut für Altorientalistik der Freien Universität bietet in seinem Programm „Alter Orient und Europa. Von der Gegenwart der Vergangenheit“ Hilfe bei der Vorbereitung einzelner Unterrichtseinheiten, Unterstützung von Projekttagen zum Thema „Alter Orient“ sowie Einzelbetreuung von Abiturienten im Rahmen der 5. Prüfungskomponente an. Momentan sind acht Berliner Schulen daran beteiligt.

„Bildung durch Bilder – Denkwerk Kunstgeschichte“ ist ein Projekt des Kunsthistorischen Instituts mit 14 Schulen in Berlin und Brandenburg. In mehr als 50 Projekten mit Dozenten, Studierenden und Schülern geht es darum, Kunst in ihren vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Bedeutungsebenen verständlich zu machen: von frühchristlichen Elfenbeintafeln bis hin zu aktuellem Produktdesign, von antiken Götterstatuen bis zu Videoclips der Pop-Ikone Madonna. Ausschnitte aus diesem Projekt werden aktuell in der Universitätsbibliothek ausgestellt.

„History und Oral History – Jüdisches Leben in Berlin“ hat sich die integrative Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte zum Ziel gesetzt. Das Institut für Judaistik bedient sich dabei des „Visual History Archive“, dem weltweit größten Oral-History-Archiv mit mehr als 52.000 Zeitzeugen-Interviews. „Jüdisches Sportleben in Berlin“, „Chanukka und Weihnukka“ und „Bar/Bat Mitzwa und die jüdische Konfirmation für Jungen und Mädchen“ sind die Schwerpunktthemen, zu denen Unterrichtsmaterial für die höheren Jahrgangsstufen entwickelt wurde.

Zeit und Ort

  • Donnerstag, 4. November 2010, 15.30 bis 16.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung kunstwissenschaftlicher Unterrichtsprojekte in der Universitätsbibliothek der Freien Universität, Garystr. 39, 14195 Berlin (U-Bhf. Thielplatz, Linie U3 oder Bus Linie 110 oder M11 bis Bitscher Straße oder Oskar-Helene-Heim)

  • 17.15 bis 19.00 Uhr: „Uni an der Schule – Schule an der Uni. Drei Schulkooperateionen am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften stellen sich vor.“ Vorträge der Projektträger, Kunsthistorisches Institut, Koserstr. 20, Hörsaal B, 14195 Berlin (U-Bhf. Podbielskiallee oder Dahlem Dorf, Linie U 3)

Weitere Informationen

  • Karin Kranhold, Kunsthistorisches Institut der Freien Universität Berlin,
    Telefon: 030 / 838–53879, E-Mail: kranhold@zedat.fu-berlin.de
  • Dr. Susanne Rothe, Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin,
    Telefon: 030 / 838–53359, E-Mail: rothe@ub.fu-berlin.de