Peter Snow zu Gast an der Freien Universität

Der australische Theaterwissenschaftler besetzt im Wintersemester 2010/11 die Ludwig-Hirschfeld-Mack-Gastprofessur am Institut für Englische Philologie

Nr. 317/2010 vom 22.10.2010

Peter Snow, Professor für Theaterwissenschaft an der australischen Monash University, lehrt und forscht im Wintersemester 2010/11 an der Freien Universität Berlin. Er ist damit der fünfte Wissenschaftler, der eine Ludwig-Hirschfeld-Mack-Gastprofessur am Institut für Englische Philologie annimmt. Die Gastprofessur wird finanziert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, dem Institut für Englische Philologie der Freien Universität und der australischen Botschaft in Berlin.

Peter Snow ist als Regisseur, Schriftsteller, Theaterproduzent und -darsteller tätig und hat an der Entstehung von über 60 Produktionen in Europa, Asien und Australien mitgewirkt. An der Freien Universität bietet er im Wintersemester Lehrveranstaltungen mit den Schwerpunkten „Philosophy of Performance“, „Contemporary Performance“ und „Theatre Making“ an.

Seine Passion entdeckte der Theaterwissenschaftler auf Umwegen: Drei Jahre lang studierte Peter Snow zunächst Medizin in Oxford, entschied sich dann für einen weiteren Studiengang in Philosophie und Psychologie, um sich anschließend wieder seinem Medizinstudium zuzuwenden. Nach seinem vierten Studienjahr entschied er sich für ein ganz neues Fach – die Theaterwissenschaft. 1991 ging er an die Sydney University, um am „Centre for Performance Studies“ zu promovieren. Seit 1995 lehrt er „Theatre and Performance“ an der Monash University; von 2004 bis 2005 leitete er das dortige „Centre for Theatre and Performance“ sowie von 2006 bis 2009 die „School of English, Communications and Performance Studies“.

Die Ludwig Hirschfeld-Mack-Gastprofessur wird jedes Semester mit anerkannten auswärtigen Wissenschaftlern besetzt und dient dazu, den akademischen Austausch zwischen Australien und Deutschland zu erweitern. Ihr Namensgeber war Mitglied der Bauhaus-Bewegung und emigrierte 1936 nach Großbritannien, bevor der in Deutschland Geborene 1940 als ein sogenannter „enemy alien“ nach Australien gebracht und dort interniert wurde. Nach dem Ende seiner Internierungszeit wurde Ludwig Hirschfeld-Mack „Head of Art“ an der renommierten Geelong Grammar School. Mit seiner Lehre übte er großen Einfluss auf Kunst und Design im Nachkriegsaustralien aus.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dr. Russell West-Pavlov, Freie Universität Berlin, Institut für Englische Philologie, Telefon: 030 / 838–72325, E-Mail: westpav@zedat.fu-berlin.de