Margherita-von-Brentano-Preis 2009 und 2010

Ehrung für Susan Neiman, Iris Nachum, Peter McLaughlin und Barbara Hahn

Nr. 129/2010 vom 06.05.2010

Den Margherita-von-Brentano-Preis der Freien Universität Berlin für herausragende Leistungen in der Frauenförderung und Geschlechterforschung geht in diesem Jahr an die Germanistin Prof. Dr. Barbara Hahn. Die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 10. Mai verliehen. Geehrt werden bei der Veranstaltung auch die Preisträger für das Jahres 2009; es sind die Direktorin des Einsteinforums Prof. Dr. Susan Neiman, die Historikerin Iris Nachum und der Philosoph Prof. Dr. Peter McLaughlin.

Zur Veranstaltung in der ehemaligen Philosophischen Bibliothek der Freien Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin sind Journalistinnen und Journalisten herzlich willkommen.

Professorin Susan Neiman, Professor Peter McLaughlin und Iris Nachum werden für die umfassende Aufarbeitung und Veröffentlichung des Nachlasses Margherita von Brentanos geehrt, die von 1970 bis 1972 erste Vizepräsidentin der Freien Universität war. Damit steht dieses Material der Öffentlichkeit erstmals zur Verfügung. Seit Ende der neunziger Jahre haben sich Susan Neiman und Peter McLaughlin, ehemalige Studierende bei Margherita von Brentano, intensiv mit der Aufarbeitung des Nachlasses der Philosophin und Schülerin Heideggers beschäftigt. Unterstützt wurden sie durch Iris Nachum. Das Projekt ist ein bedeutender Beitrag zur Geschichte der deutschen Kultur- und Geisteswissenschaften und zur Geschichte der Freien Universität Berlin.

Professorin Barbara Hahn, die Preisträgerin des Jahres 2010, wurde für die Rekonstruktion der Geschichte weiblicher Intellektualität und die Aufarbeitung der Werke von geisteswissenschaftlich tätigen Frauen geehrt. Sie widmete Jahrzehnte ihrer wissenschaftlichen Arbeit Denkerinnen wie Hannah Arendt und Rahel Varnhagen. Die Aufbereitung des Nachlasses Varnhagens ist ein Meilenstein für die deutsche Literaturgeschichte. Barbara Hahn hat sich im Rahmen ihrer Projekte intensiv für die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses eingesetzt. Dieses Engagement trägt nicht zuletzt dazu bei, die internationale Vernetzung der Freien Universität Berlin auszubauen, insbesondere im Bereich der Literaturwissenschaften.

Mit dem seit 1995 verliehenen Preis ehrt die Freie Universität persönliches Wirken oder hervorragende Projekte in der Frauenförderung und der Geschlechterforschung. Er ist einer der höchstdotierten seiner Art. Der Preis wird übergeben durch die Vizepräsidentin der Freien Universität, Prof. Dr. Christine Keitel-Kreidt. Die Laudatio auf die Preisträgerinnen und den Preisträger hält Prof. Dr. Irmela von der Lühe vom Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität.

Ort und Zeit

  • Montag, 10. Mai 2010, Beginn: 17 Uhr
  • Freie Universität Berlin, Philosophische Bibliothek, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin

Weitere Informationen

Mechthild Koreuber, Zentrale Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin,
Telefon: 030 / 838-54259, E-Mail: frauenbeauftragte@fu-berlin.de