Simulierter Rechtsstreit vor dem Internationalen Gerichtshof

Deutsche Studierende qualifizieren sich an der Freien Universität für die Teilnahme an Internationalem Völkerrechtswettbewerb

Nr. 21/2010 vom 27.01.2010

Die Juristische Fakultät der Freien Universität Berlin ist vom 24. bis zum 27. Februar 2010 Gastgeberin der deutschen Vorrunde zum weltweit größten studentischen Völkerrechtswettbewerb in englischer Sprache, der Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition: In der Vorrunde werden 15 Teams erstreiten, welche beiden Gruppen die deutschen Studierenden bei der internationalen Endausscheidung Ende März in Washington D. C. vertreten dürfen.

Die Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition wurde 1959 von Studenten der Harvard Law School gegründet, mittlerweile nehmen mehr als 1500 Studierende aus über 90 Staaten daran teil. In dem Wettbewerb geht es um den Rechtsstreit zweier fiktiver Staaten vor dem Internationalen Gerichtshof. Jura-Studierende verfassen umfangreiche Schriftsätze für Kläger und Beklagte und halten Plädoyers  wie in einer „echten“ mündlichen Verhandlung.

In Deutschland beteiligten sich in den vergangenen Jahren Teams von rund 15 Universitäten am Vorentscheid; Jura-Studierende der Freien Universität sind seit etwa 30 Jahren darunter. In diesem Jahr geht es um Wirtschaftsvölkerrecht, insbesondere um Investitionsschutz. Die Richterbank wird besetzt sein mit international renommierten Wissenschaftlern und Praktikern sowie mehreren Richtern des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag, darunter auch der deutsche IGH-Richter Bruno Simma. Das Vorrunden-Finale des Wettbewerbs wird am Samstag, den 27. Februar um 15 Uhr im Plenarsaal des Kammergerichts in Berlin-Schöneberg ausgetragen.

Gefördert wird die Veranstaltung von den Sozietäten Freshfields Bruckhaus Deringer, Gleiss Lutz, Görg, Hengeler Mueller und Hogan & Hartson sowie von der Ernst-Reuter-Gesellschaft, De Gruyter, Duncker & Humblot, der Robert Bosch Stiftung, Springer, C. F. Müller und Wintershall.

Weitere Informationen

Katja Gerdes, Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838–56451, E-Mail: katja.gerdes@fu-berlin.de

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