Dr. Vera Beyer erhält Wissenschaftspreis

Kunsthistorikerin der Freien Universität wird mit Nachwuchspreis für innovative Forschung ausgezeichnet

Nr. 14/2010 vom 21.01.2010

Dr. Vera Beyer vom Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin erhält morgen den Nachwuchspreis 2009 des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Die 34-jährige Wissenschaftlerin leitet eine DFG-Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Freien Universität, in der Bildkulturen in verschiedenen christlichen und islamischen Kontexten untersucht und verglichen werden. Der Nachwuchspreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird am 22. Januar im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Wissenschaftsjahres 2010 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt durch den Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit, verliehen. Die Laudatio hält Professorin Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.

Mit dem Nachwuchspreis, der gemeinsam mit dem Berliner Wissenschaftspreis verliehen wird, wird die Forschung junger Wissenschaftler ausgezeichnet, deren kreativer Ansatz sich positiv für den Wissenschaftsstandort Berlin auswirkt. Beide Preise wurden zum ersten Mal 2008 verliehen.

Vera Beyer wurde 1975 in Aachen geboren und studierte Kunst, Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Siegen und an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver. Anschließend war sie Stipendiatin an der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris und am Graduiertenkolleg Repräsentation – Rhetorik – Wissen an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder. Nach dem Abschluss ihrer mit summa cum laude an der Universität Hamburg bewerteten Doktorarbeit folgten Aufenthalte als Gastwissenschaftlerin an der New York University und als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Bochum und Basel.

Seit 2008 leitet die Kunsthistorikerin die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtete Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Freien Universität Berlin „Kosmos/Ornatus. Ornamente in Persien und Frankreich um 1400 im Vergleich“. Die Forschergruppe untersucht die Verhältnisse zwischen Ornament und Figur in verschiedenen islamischen und christlichen Bildkulturen, verortet sie in gemeinsamen Traditionen und arbeitet so der immer wieder verbreiteten Behauptung entgegen, es gäbe eine Opposition von  bilderfreundlicher christlicher und bilderfeindlicher islamischer Kunst. Damit leisteten Vera Beyer und ihre Kollegen nicht nur einen Beitrag zur Einbindung außereuropäischer Bildkulturen in die kunstgeschichtliche Forschung, sondern auch zum transkulturellen und interreligiösen Dialog, hieß es in der Begründung der Jury.

Weitere Informationen

Dr. Vera Beyer, Kunsthistorisches Institut der Freien Universität, Telefon: 030 / 838-56191,
E-Mail: vera.beyer@fu-berlin.de