Intermedialität im Zeitalter der Massenkommunikation

Tagung am 17. und 18. Juli an der Freien Universität Berlin

Nr. 197/2009 vom 16.07.2009

Eine internationale Tagung über „Intermedialität und ästhetische Erfahrung im Zeitalter der Massenkommunikation“ findet am 17. und 18. Juli an der Freien Universität Berlin statt. Im Mittelpunkt steht der Einfluss elektronischer Medien auf die Entgrenzung ästhetischer Erfahrungen. Konzipiert wurde die Veranstaltung von Dr. Thomas Becker, Dr. Uta Degner, Prof. Dr. Norbert Christian Wolf. Veranstalter ist der an der Freien Universität Berlin angesiedelte Sonderforschungsbereich 626 „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Seit den 1960er Jahren wenden sich künstlerische Avantgarden verstärkt den Phänomenen der Intermedialität in der Massenkommunikation zu. Intermedialität stellt seither einen unermesslichen Markt symbolischer Formen in der Kunstproduktion dar. Marshall McLuhan hat in der Musik das Paradigma für die mediale Entgrenzung gesehen, die im „Global Village“ ihre soziale Entsprechung finde. W. T. J. Mitchells Theorie zum „Iconic Turn“ dagegen sieht die grenzüberschreitende ästhetische Erfahrung durch Bildmedien favorisiert. Ein ebenso mächtiger Impuls zur intermedialen Vernetzung stellt die Narrativität dar: Einzelne Erzählelemente können in Film, Fernsehen, Büchern und Comics in unterschiedlichen Variationen immer wiederkehren. Wie verhalten sich künstlerische Avantgarden dazu? Die Teilnehmer der Tagung werden der Frage nachgehen, ob Intermedialität die Grundlage eines Wechselverhältnisses zwischen Massenproduktion und künstlerischer Avantgarde geworden ist oder ob das Wechselverhältnis von Avantgarde und Massenproduktion erst intermediale Vernetzung antreibt.

Weitere Informationen

Ort und Zeit:

  • Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Raum L 115
  • 17. Juli und 18. Juli 2009 (Beginn an beiden Tagen 10.00 Uhr)

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Thomas Becker, SFB 626, Telefon: 030 / 838-57404, E-Mail: thomas.becker@fu-berlin.de