Klaus Möbius zum Fellow in der Magnetresonanzforschung gewählt

Physiker der Freien Universität Berlin gewürdigt von der International Society of Magnetic Resonance

Nr. 182/2009 vom 07.07.2009

Klaus Möbius, Professor am Institut für Experimentalphysik der Freien Universität Berlin, ist von der International Society of Magnetic Resonance (ISMAR) zum gleichnamigen Fellow ernannt worden. Damit reiht sich der Berliner Physiker in die Liste 80 namhafter ISMAR-Fellows ein, darunter Richard Ernst, Professor für Physikalische Chemie in Zürich und Chemie-Nobelpreisträger 1991 für die Entwicklung der hoch auflösenden kernmagnetischen Resonanz- (NMR-) Spektroskopie. Weitere Preisträger sind Hans Dehmelt, der 1989 den Nobelpreis für Physik erhielt für die Entwicklung der Ionenkäfigtechnik sowie Peter Mansfield, der 2003 gemeinsam mit Paul Christian Lauterbur für seine Entdeckungen im Bereich der Magnetresonanztomographie mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Möbius zählt zu den profiliertesten deutschen Molekülphysikern. Nach dem Abitur studierte er Physik, Chemie, Mathematik und Volkswirtschaft an der Freien Universität Berlin. 1969 habilitierte er sich in Experimentalphysik und übernahm 1971 eine Professur am Fachbereich Physik. 2001 trat Möbius in den Ruhestand. Er ist als Wissenschaftler jedoch weiterhin aktiv und leitet mehrere Forschungsprojekte.

Möbius Schwerpunkt ist die Molekül- und Biophysik. Für seine Untersuchungen setzte er ausgefeilte magnetische Resonanzmethoden ein. In den vergangenen Jahren wandte er sich im Rahmen mehrerer Sonderforschungsbereiche der Analyse großer biologischer Moleküle zu. Er koordinierte einen fächerübergreifenden Schwerpunkt der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Hochfeld-Elektronenspin-Resonanz – einer Variante der Kernspin-Resonanz, an dem 20 Arbeitsgruppen in Deutschland und Israel beteiligt sind.

Im Jahr 2006 erhielt Möbius das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Damit wurden seine herausragende wissenschaftliche Arbeit in der Molekül- und Biophysik gewürdigt sowie seine besonderen Verdienste im Auf- und Ausbau internationaler wissenschaftlicher Kontakte. Darüber hinaus erhielt Möbius unter anderen den Max-Planck-Forschungspreis, den Philip-Morris-Forschungspreis und die Goldmedaille der Internationalen Gesellschaft für Elektronenspin-Resonanz.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Klaus Möbius, Freie Universität Berlin, Institut für Experimentalphysik,

Telefon: 030 / 838 – 52770, E-Mail: klaus.moebius@physik.fu-berlin.de