„Before Orientalism: Early Modern Anglo-Ottoman Encounters”

Internationale Konferenz vom 8. bis 10. Mai 2009 an der Freien Universität

Nr. 105/2009 vom 04.05.2009

Die internationale und interdisziplinäre Konferenz „Before Orientalism: Early Modern Anglo-Ottoman Encounters” findet vom 8. bis 10. Mai 2009 im Seminarzentrum der Freien Universität statt. Veranstaltet wird sie vom Teilprojekt A9 „Zur Performativität von Kulturbegegnungen: Anglo-osmanische Kontakte in der Frühen Neuzeit“ des Sonderforschungsbereichs „Kulturen des Performativen“. Konferenzsprache ist Englisch.

Immer wieder haben sich die Geisteswissenschaften intensiv mit der „Entdeckung“ der Neuen Welt in der Renaissance beschäftigt. Dabei wurde lange vernachlässigt, dass für viele frühneuzeitliche Gesellschaften der Kontakt mit dem Osten zunächst einen größeren Stellenwert hatte als der zum Westen. Die internationale und interdisziplinäre Konferenz mit dem Titel „Before Orientalism: Early Modern Anglo-Ottoman Encounters“ will dem komplexen Beziehungsgeflecht der Ost-West-Begegnungen unter anderem anhand von Reiseberichten, Dramen, Opern und Gemälden nachgehen. Dabei gehen die Veranstalter von der These aus, dass sich im England der Frühen Neuzeit eine klare Ost-West-Opposition und eine Dominanz des Westens – wie sie von Edward Said in seiner Studie Orientalism für eine spätere Epoche postuliert wird – noch nicht etabliert hat. Stattdessen zeichnet sich die Zeit um 1600 durch eine prinzipielle Offenheit der Kulturbegegnung aus, in der Machtverhältnisse erst noch ausgespielt werden mussten.

Um Anmeldung bei Sabine Lucia Müller wird gebeten, E-Mail: salucia@zedat.fu-berlin.de

Konferenzprogramm:

Freitag, 8. Mai

  • 12.00 bis 13.00 Uhr: Registrierung
  • 13.00 bis 14.00 Uhr: Begrüßung, Sabine Schülting, Freie Universität Berlin
  • 14.00 bis 15.00 Uhr: „Ottomania: How Early Modern English Culture Was Transformed by Encounters with the Ottoman World“; Gerald MacLean, University of Exeter
  • 15.15 bis 16.15 Uhr: „Command Performances: Early English Traders in Ottoman ‘Arabia Felix’”; Richmond Barbour, Oregon State University
  • 19.00 Uhr: Joseph Haydn: Orlando Paladino. Staatsoper Unter den Linden

Samstag, 9. Mai

  • 9.00 bis 10.00 Uhr: „Claudio Monteverdi’s Combattimento di Tancredi e Clorinda (1624 or 1625): A Christian-Muslim Encouter in Music?“; Clemens Risi, Freie Universität Berlin
  • 10.00 bis 11.00 Uhr: „Painting the ‘Orient’: Before Orientalism in the Visual Arts of the Early Modern Age”; Wibke Joswig, Freie Universität Berlin
  • 11.30 bis 12.30 Uhr: „English Women in Oriental Dress: Displaying Turkishness in Lady Wortley Montagu’s Turkish Embassy Letters and Daniel Defoe’s Roxana”; Susanne Scholz, Goethe Universität Frankfurt am Main
  • 14.00 bis 15.00 Uhr: „The Play of Cultures: Early Modern Drama and the Mediterranean Contact Zone”; Emily Bartles, Rutgers State University of New Jersey
  • 15.00 bis 16.00 Uhr: „Ousting the Ottomans: The Double Vision of the East in The Travels of the Three English Brothers (1607)”; Ralf Hertel, Freie Universität Berlin
  • 16.30 bis 17.30 Uhr: „’Old Mahomet’s Head’: Performing Islam in Early Modern England”; Matthew Dimmock, University of Sussex

Sonntag, 10. Mai

  • 9.00 bis 10.00 Uhr: „Shakespeare Before Orientalism: Hamlet in Sierra Leone, 1607 – A Debate”, Richmond Barbour, Oregon State University; Berhard Klein, University of Kent
  • 10.00 bis 11.00 Uhr: „Anglo-Ottoman Diplomatic Performances”; Sabine Lucia Müller, Freie Universität Berlin
  • 11.30 bis 12.30 Uhr: „After Orientalism? Performing Post-September 11 Culturalist Discourses in Elfriede Jelineck’s Bambiland and Recent Productions of Aischylos‘ Persians“; Claudia Berger, Indiana University
  • 12.30 bis 13.00 Uhr: Schlussbesprechung

Ort und Zeit:

  • 8. bis 10. Mai 2009
  • Seminarzentrum der Freien Universität Berlin, Raum L115/116, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, (U-Bhf. Dahlem-Dorf oder Thielplatz, U3; Bus 110, M 11, X 83, X 11)

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

  • Sabine Lucia Müller, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, SFB „Kulturen des Performativen“, Telefon: 030 / 24 37 63 23, E-Mail: salucia@zedat.fu-berlin.de

Das Programm im Internet:

www.sfb-performativ.de