Deutsch-Chinesisches Jahr der Wissenschaft und Bildung eröffnet

Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan ruft zu Kooperation mit Chinas Universitäten auf

Nr. 72/2009 vom 01.04.2009

Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan hat in Berlin das Deutsch-Chinesische Jahr der Wissenschaft und Bildung 2009/2010 eröffnet. Bei einer Feierstunde auf dem Campus der Freien Universität erklärte sie, China sei ein wichtiger Partner Deutschlands in Wissenschaft und Forschung. In Zukunft solle es eine sehr viel engere Kooperation mit den Hochschulen in China geben. In seiner Begrüßungsrede betonte der Präsident der gastgebenden Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Dieter Lenzen, es sei wichtig, dass deutsche Forschungseinrichtungen intensiv mit ihren Partnerorganisationen in China an der Lösung globaler Probleme zusammenarbeiteten. Die Freie Universität engagiere sich in der deutsch-chinesischen Kooperation bereits seit den siebziger Jahren. Es sei deshalb kein Zufall, dass das erste deutsche Konfuzius-Institut als europäisches Referenzinstitut auf dem Campus der Freien Universität angesiedelt ist.

An der Veranstaltung nahmen mehrere Minister der Volksrepublik China teil, darunter der Minister für Wissenschaft und Technologie, Prof. Dr. Wan Gang, und die Vizeministerin für Bildung, Chen Xiaoya. Prof. Dr. Erich Thies, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Prof. Dr. Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, und Prof. Zhou Jialun, Senatspräsident der Tongji-Universität, sprachen vor den mehr als 200 geladenen Gästen über die Bedeutung der langjährigen bilateralen Beziehungen, Exzellenz in Bildung und Wissenschaft und die Notwendigkeit von Forschungskooperationen zwischen Deutschland und China.

Im Anschluss an die feierliche Eröffnung des Deutsch-Chinesischen Jahres hat die Freie Universität Berlin am 31. März und 1. April 2009 zur Auftaktkonferenz “New Forms of International Cooperation – Joint Graduate Programs” geladen. Die Teilnehmer erhielten in Vorträgen und Workshops einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der chinesischen und deutschen Hochschullandschaft. Diskutiert wurden unter anderem Chancen und Hindernisse bei der Entwicklung von länderübergreifenden Graduiertenprogrammen, Möglichkeiten des akademischen Austauschs, hochschulpolitische Rahmenbedingungen und Schwerpunkte der deutsch-chinesischen Kooperation.

Vertreter von Graduiertenschulen oder Forschungsclustern, die in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich waren, hatten am zweiten Tag der Konferenz die einmalige Möglichkeit, Vertreter chinesischer Exzellenzhochschulen kennenzulernen und neue Partner für zukünftige Kooperationen zu gewinnen.