Erfolgreicher Klimaschutz der Freien Universität Berlin

Energieverbrauch zum achten Mal in Folge gesenkt - zwischen 2001 und 2008 33 Millionen Kilowattstunden Strom und Wärme gespart

Nr. 38/2009 vom 27.02.2009

Die Freie Universität Berlin hat den Energieverbrauch zum achten Mal in Folge gesenkt. Wie aus der jüngsten Energiebilanz hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr bei insgesamt gleich großer Nutzfläche rund sechs Millionen Kilowattstunden Strom und Wärme weniger verbraucht als 2007. Damit lag der Energieverbrauch um nahezu 33 Millionen Kilowattstunden oder 22,4 Prozent unter dem Niveau von Anfang des Jahrzehnts.

Der Kanzler der Freien Universität Berlin, Peter Lange, der zugleich deren Umweltmanagementbeauftragter ist, zeigte sich erfreut über die damit verbundene Haushaltsentlastung: „Die in den vergangenen Jahren umgesetzten Energieeffizienzprogramme, in deren Rahmen wir mittlerweile fast alle Heizungsanlagen der Universität modernisiert und zahlreiche Gebäude energetisch aufgewertet haben, tragen Früchte.“ Die Freie Universität leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Klimaschutzpolitik des Landes Berlin, betonte Lange. Der Etat der Hochschule sei durch die Einsparungen um jährlich mehr als 2,3 Millionen Euro gegenüber der Ausgangssituation 2000/01 entlastet worden. Dieses Geld stehe der Hochschule nun für Forschung und Lehre zur Verfügung, sagte Lange.

Der Energie- und Umweltkoordinator der Universität, Andreas Wanke, erklärte, auch das Prämiensystem, nach dem die Fachbereiche der Freien Universität seit Anfang 2007 mit 50 Prozent an den eingesparten Energiekosten beteiligt werden, habe merklich zu den Einsparerfolgen beigetragen. Die größten Effizienzerfolge wurden – im Vergleich zur Ausgangssituation 2000/01 – mit einem Rückgang von 28 Prozent oder 28 Millionen Kilowattstunden beim Wärmeverbrauch erzielt, wobei in vielen Institutsgebäuden Einsparungen zwischen 30 und 50 Prozent zu verzeichnen sind. Der Bedarf an Heizöl wurde sogar um 69 Prozent oder nahezu zehn Millionen Kilowattstunden reduziert. Doch auch die Einsparungen beim Stromeinsatz von zehn Prozent oder rund fünf Millionen. Kilowattstunden seit 2000/01 könnten sich sehen lassen, betonte Wanke, denn diese seien ungeachtet des wachsenden Einsatzes von Computern erzielt worden.

Wir zeigen damit, dass öffentliche Einrichtungen wie Hochschulen eigenverantwortlich und erfolgreich Klimaschutz betreiben können, sagte Wanke. Voraussetzung sei allerdings, dass Energie- und Umweltmanagement systematisch betrieben werde.

„Wir werden uns auf den Erfolgen nicht ausruhen, sondern auch in den kommenden Jahren in den Klimaschutz investieren“, unterstrich Kanzler Lange. „Wir werden die Energieeffizienz unserer Gebäude weiter verbessern.“ Darüber hinaus würden stärkere Anstrengungen beim Einsatz erneuerbarer Energien unternommen und ein verfeinertes Energiecontrolling betrieben.

Die Freie Universität gehört bereits seit 2004 zu den wenigen Hochschulen in Deutschland, die über ein von externen Gutachtern zertifiziertes Umweltmanagement verfügen.

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Andreas Wanke
Koordinator für Energie- und Umweltmanagement der Freien Universität Berlin
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