IBM fördert Krebsforschung der Mathematiker der Freien Universität Berlin mit Wissenschaftspreis

Nr. 270/2008 vom 12.09.2008

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IBM hat Mathematikern der Freien Universität Berlin den weltweit ausgeschriebenen Forschungspreis IBM Shared University Research (SUR) Grant verliehen. Ausgezeichnet wurde die Bio-Computing-Forschergruppe der Universität unter Leitung von Prof. Christof Schütte. Sie erhält als Preis modernste Computertechnologie im Wert von knapp 50.000 Euro.

„Mit dieser internationalen Auszeichnung honoriert IBM die richtungweisenden Arbeiten der Berliner Mathematiker“, betont Erwin Jung, Leiter IBM Wissenschaftsbeziehungen. „Die Förderung von praxisorientierten Projekten in der Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen der IBM – und eine Investition in die Zukunft.“ Der IBM-Forschungspreis wird jedes Jahr an rund 50 Institutionen aus der ganzen Welt vergeben.

Gefördert wird damit ein Projekt auf dem Gebiet der sogenannten Proteomics, das sich mit der Suche nach Krankheitssignalen im Blut beschäftigt. Dabei analysieren die Wissenschaftler mit Hilfe von Algorithmen das Proteingemisch im Blutserum, das Aufschluss über eine mögliche Krebserkrankung gibt. In Kooperation mit dem IBMEntwicklungszentrum in Böblingen war es den Berliner Wissenschaftlern gelungen, die vorhandenen Algorithmen zur Krankheitserkennung auf einen neuartigen Hochleistungsprozessor von IBM, den sogenannten Cell Prozessor, zu portieren.

Mit großem Erfolg, wie Michael Engler, Cell Solution Development Manager bei IBM meint: „Die Proteinzusammensetzung im Blut konnte deutlich schneller und genauer analysiert werden. Der Einsatz der Cell-Plattform im Bereich der Krebsforschung kann die Forschung auf diesem Gebiet erheblich voranbringen“.  

Die Vorarbeiten zu dem Projekt fanden am DFG-Forschungszentrum MATHEON statt, das Mathematik für Schlüsseltechnologien entwickelt. Christof Schütte, stellver-tretender Sprecher des MATHEON, zeigte sich stolz, dass eines der Projekte diesen renommierten IBM Preis gewinnen konnte.

„Mit den neuen IBM Rechnern sind wir in der Lage, die nahezu unüberschaubare Menge an Daten in unserem Proteomics Projekt noch detaillierter zu untersuchen“, sagt der Leiter des Projekts an der Freien Universität, Dr. Tim Conrad.

Bekannt wurde die Technologie durch den Einsatz in Sonys Spielekonsole Playsta-tion 3. Auch das Proteomics Projekt der Forscher um Schütte und Conrad sprach zuerst unter dem Titel „Mit der Playstation gegen Krebs“ eine breite Öffentlichkeit an.

 

Über IBM University Relations

IBM fördert mit weltweiten Wissenschaftsprogrammen die Zusammenarbeit mit Forschung und Lehre. Das Engagement und die Angebote für Lehrkräfte und Studenten sind dabei vielfältig: IBM unterstützt Hochschulen bei der Lehre offener Standards, Open Source Software und neuester IBM Technologie. Das Unternehmen stellt Studierenden und Professoren kostenlos IBM Software für Lehre und Forschung zur Verfügung. Wissenschaftliche Spitzenleistungen werden mit IBM Forschungspreisen gefördert. IBM unterstützt die Lehre an den Hochschulen durch praxisorientierte Vorträge und Seminare von IBM Mitarbeitern. Studierenden werden ferner Einblicke in die Praxis eines großen IT-Unternehmens im Rahmen von Praktikums- und Diplomarbeitsprogrammen sowie Besuchertage gewährt. Weitere Informationen: http://www-05.ibm.com/de/ibm/unternehmen/university_relations/index.html

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