Lithographien von George Grosz

Ausstellung im Foyer der Universitätsbibliothek der Freien Universität vom 17.7.–29.8.

Nr. 234/2008 vom 16.07.2008

Im Foyer der Universitätsbibliothek der Freien Universität wird am Donnerstag, den 17. Juli 2008, eine Ausstellung mit Lithographien des Malers und Graphikers George Grosz eröffnet. Gezeigt werden 20 Blätter aus einem 1936 erschienenen Mappenwerk, in dem Grosz zum letzten Mal die gesellschaftlichen Missstände im Deutschland der Weimarer Republik anprangerte. Ausgestellt sind auch Bücher von und über den Künstler. Die Exposition läuft bis zum 29. August, der Eintritt ist frei.

George Grosz, 1893 in Berlin geboren, war als Maler und Graphiker im Deutschland der Weimarer Republik erfolgreich. Wegen seiner satirischen Werke stand er mehrfach vor Gericht. Vorgeworfen wurden ihm Pornographie, „Angriff auf die öffentliche Moral“ und Gotteslästerung. Im amerikanischen Exil publizierte er 1936 unter dem Titel „Interregnum“ eine Folge von 64 Fotolithographien. Grosz zeichnet darin in bissigen Satiren und Karikaturen Menschen und Verhältnisse in Deutschland zwischen 1918 und 1933: die aus dem Schrecken des Krieges Zurückgekehrten, Kriegsgewinnler und Reiche neben mageren Gestalten der unteren Schichten, Anhänger der Nationalsozialisten und Flaneure in der Großstadt. In den USA hatte die Mappe keinen Erfolg, von 300 geplanten Exemplaren wurden nur etwa 60 gedruckt. Eines davon erwarb die Universitätsbibliothek der Freien Universität im Jahr 1973. Grosz starb 1959 in Berlin kurz nach seiner Rückkehr aus den USA.

Weitere Informationen

Ort und Zeit:

  • Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, Garystr. 39, 14195 Berlin
  • Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9 – 20 Uhr, 17. Juli bis 29. August 2008

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Susanne Rothe
Telefon: 030 / 838-53359