Herausragende E-Learning Projekte ausgezeichnet

Nr. 71/2008 vom 25.03.2008

Neue Medien und digitale Technologien sind an der Freien Universität Berlin dank der Förderung individueller Projekte und zentraler E-Learning-Angebote mittlerweile ein fester Bestandteil des Alltags in der Lehre. Essentielle Bausteine bei der universitätsweiten Verbreitung von E-Learning sind über 200 Projekte, die über alle Fachbereiche verteilt mittels des E-Learning-Förderprogramms der Freien Universität in den vergangenen fünf Jahren ermöglicht wurden. Zum dritten Mal verlieh die Freie Universität nun ihren Preis für herausragende E-Learning Projekte innerhalb der Hochschule. Er ging an Initiativen aus der Philosophie, der Japanologie sowie der Chemie.

Der mit je 3.000 Euro dotierte Preis soll das Engagement der Lehrenden für besonders erfolgreiche E-Learning Aktivitäten würdigen und zur Umsetzung weiterer Vorhaben zum Lehren und Lernen mit digitalen Technologien motivieren, betonte die Vizepräsidentin der Freien Universität Prof. Dr. Dr. Christine Keitel-Kreidt bei der Verleihung.

In der Kategorie „Einsatz in der Lehre“ erhielt das Projekt „Kanji Kreativ“ von Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit und Dr. Yoriko Yamada-Bochynek am Ostasiatischen Seminar Fachrichtung Japanologie den Preis. Die E-Learning-Software zur bildhaften Vermittlung der Kanji-Schriftzeichen, die als Selbstlernkurs sowie eingebunden in das Lehrangebot verwendet wird, erleichtert und bereichert das Erlernen der für das Lesen von japanischen Texten notwendigen Zeichen. In der Kategorie „Multimedia und Technik“ ging die Sonderförderung an das Projekt „Die anorganischen Bausteine des Lebens“ von Prof. Dr. Ulrich Abram am Institut für Chemie und Biochemie. Die auf Deutsch und Englisch angebotenen, multimedialen Lerneinheiten mit interaktiven und dreidimensionalen Molekül-Modellen ermöglichen den Studierenden eine bessere Vorstellung von der Struktur eines realen biologischen Moleküls und fördern so das Verständnis komplexer Funktionen. In der Kategorie „Didaktik“ wurde das Projekt „Argunet – Argumentationswerkstatt für regelgeleitetes Diskutieren“ von Dr. Gregor Betz am Institut für Philosophie ausgezeichnet. Die serverbasierte Plattform zur Veranschaulichung, Rekonstruktion und Analyse von Diskussionen demonstriert auf überzeugende Weise, wie computergestütztes Lernen auch in den textorientierten Wissenschaften eingesetzt werden kann.

Die Nutzung der zentralen Lernplattform der Freien Universität zeigt zusätzlich zu den vielen fachspezifischen Projekten, dass die Beliebtheit von E-Learning an der Freien Universität weiter zunimmt. Die Nutzungszahlen der Lernplattform steigen seit ihrer ersten Einführung im Jahr 2004 konstant. Im jüngsten Wintersemester gab es im Vergleich mit dem vorangegangenen Sommersemester 20 Prozent mehr Lehrveranstaltungen mit einer Online-Ergänzung. Auch bei Studierenden und Lehrenden stieg der Anteil derjenigen, die mit der Lernplattform arbeiteten, um knapp 20 Prozent. Das bedeutet: Mittlerweile werden rund ein Drittel aller Lehrveranstaltungen pro Semester durch einen Kurs auf der Lernplattform online unterstützt.

Weitere Informationen:
www.e-learning.fu-berlin.de

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:
Dr. Nicolas Apostolopoulos
Leiter des Centers für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin
Telefon: 030 / 838-52050
E-Mail: napo@cedis.fu-berlin.de