Satire – die unpolitische Gattung?

Tagung an der Freien Universität Berlin am 7. und 8. März 2008

Nr. 59/2008 vom 04.03.2008

Eine internationale Tagung zum Thema „Satire in der Antike“ findet am Freitag, den 7. März und Samstag, den 8. März 2008 im Clubhaus der Freien Universität Berlin statt. Die Tagung wird zu Ehren des Latinisten Widu-Wolfgang Ehlers veranstaltet, der zum Ende des Wintersemesters emeritiert wird. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Anders als Lucilius stehen die vollständig erhaltenen Satiriker Horaz, Persius und Juvenal in dem Ruf, sich von politischen Fragen ferngehalten zu haben. Die Schmäh- und Kritiklust der Satire erscheint als konstitutives Element ihres Gattungsprofils, das sie unter den Bedingungen des Prinzipats aber nur im Privaten und Allgemeinmenschlichen behaupten können. Auf der Tagung gehen die Wissenschaftler hingegen von der These aus, dass Satire als gänzlich unpolitisches Phänomen nicht denkbar ist.

Die Tagung wird sich dem Problem des Politischen in der Satire nähern, indem sie die ganze Breite der Gattung in den Blick nimmt. Untersucht werden Fragen nach der Wirkung von Satire, ihrer zensorischen Funktion, dem Lachen, dem Kunstcharakter, der Themenwahl und schließlich dem Verstummen der Satire im 2. Jahrhundert n. Chr. In diesem Zusammenhang ist auch von Interesse, wie und warum die Satire in der Spätantike und frühen Neuzeit wieder attraktiv geworden ist.

Weitere Informationen

Zeit und Ort:

  • Freitag, den 7. März 2008 von 9.30 Uhr bis 20.00 Uhr, Samstag, den 8. März 2008 von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Clubhaus der Freien Universität Berlin, Goethestraße 49, 14163 Berlin, (U3 bis U-Bhf. Krumme Lanke).

Im Internet:

www.satiretagung.de.vu

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Institut für Institut für Griechische und Lateinische Philologie der Freien Universität Berlin
Dr. Fritz Felgentreu, E-Mail: ffelge@zedat.fu-berlin.de
Dr. Felix Mundt, E-Mail: fmundt@zedat.fu-berlin.de
Telefon: 030 / 838-52210