Bundesdruckerei stiftet Professur an Freier Universität Berlin

Erster Lehrstuhl „Secure Identity“ in Deutschland - Gezielte Förderung einer bedeutenden Zukunftstechnologie

Nr. 140/2007 vom 27.06.2007

Berlin, 27. Juni 2007 –  Die Bundesdruckerei GmbH stiftet an der Freien Universität Berlin eine Professur „Secure Identity“ (Technologien zur Sicherung von Identitäten) und fördert damit gezielt die weitere Entwicklung einer auch für den Standort Deutschland bedeutenden Zukunftstechnologie. Die Stiftungsprofessur hat zunächst eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Professur wird im Fachbereich Mathematik und Informatik angesiedelt, die Besetzung ist für Oktober dieses Jahres geplant. Inhaltlich wird sich der Lehrstuhl mit Forschung und Entwicklung von Sicherheitstechnologien befassen, die insbesondere auf den Themen sichere Identifikation von Personen und sichere Kommunikation basieren. Experten gehen davon aus, dass diese Schlüsseltechnologie in den kommenden Jahren in eine weltweit auch wirtschaftlich weit bedeutsamere Rolle wachsen wird. Die Bundesdruckerei GmbH mit Sitz in Berlin ist schon heute auf diesem Gebiet technologisch und inhaltlich in einer Spitzenposition.

Die Bundesdruckerei sorgt in einer Reihe von Ländern mit hochsicheren Identifikations-Systemen für den Schutz von Identitäten und liefert damit Sicherheit. Ziel der Stiftungsprofessur ist es, das international bedeutende Thema zivile Sicherheitsforschung und dabei speziell die sichere Identifikation von Personen voranzutreiben und neue Lösungen zu entwickeln. Mit dem neuen Lehrstuhl trägt die Bundesdruckerei dazu bei,  junge Menschen mit exzellentem und international sehr gefragtem Know-how auszubilden. Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei, sagt: „ Wir haben in Deutschland mit der Weiterentwicklung der Sicherheitstechnologie die Chance, in einem international stark wachsenden Segment die schon jetzt erreichte Spitzenposition weiter auszubauen. Wir wollen dazu beitragen, diese Chance zu nutzen und die Forschung rund um dieses Thema zu vertiefen.“ Mit der Professur wolle die Bundesdruckerei zugleich die Akzeptanz neuer Technologien und speziell des Themas ID-Sicherheit fördern.

Mit der Einrichtung der Stiftungsprofessur leistet die Bundesdruckerei zugleich einen wichtigen Beitrag im Rahmen der Innovationsoffensive der Stadt Berlin und der Freien Universität Berlin als einer der führenden und leistungsstärksten Universitäten in Deutschland. Ulrich Hamann: „Die positive Entwicklung Berlins als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort liegt uns sehr am Herzen. Wir sind gerne hier zuhause und tragen mit unserer Stiftungsprofessur aktiv dazu bei, die Attraktivität Berlin zu steigern und Berlin zur Innovationshauptstadt zu machen.“

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Dr. Dieter Lenzen, erklärt: „Über Fächergrenzen hinweg forschen die Wissenschaftler unserer Universität bereits intensiv im Rahmen des Clusters „Sicherheit“ über die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas, das heute wichtiger ist denn je. Wir freuen uns, dass wir in Kooperation und mit Unterstützung der Bundesdruckerei diese in Deutschland einmalige Stiftungsprofessur einrichten können und einen wichtigen Baustein in der universitären Spitzenforschung der Freien Universität und des Wissenschaftsstandortes Berlin ergänzen können.“

Der Berliner Senat begrüßt die Stiftungsprofessur der Bundesdruckerei ausdrücklich. Der Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Professor Dr. E. Jürgen Zöllner betont: „Die Initiative der Bundesdruckerei ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich die Industrie einbringen und Kooperationen mit der Wissenschaft schaffen kann. Der Wissenstransfer kann letztlich nur im Dialog gelingen. Diese Aufgabe darf nicht allein den Hochschulen übertragen werden. Solche Kooperationen ermöglichen die schnelle Umsetzung von Erfindungen in Produkte und wirken sich positiv auf die Innovationskraft des Landes und der Region aus.“

Die Absolventen eines im Rahmen der Stiftungsprofessur geplanten Studiengangs „Secure Identity“ schließen ihr Studium nach vier Semestern mit dem Master-Titel ab. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Grundlagen der Sicherheits- und Identitätstechnologie, sichere Geschäftsprozesse, die Zukunft von Sicherheit im Kontext der ubiquitären Computertechnik sowie rechtliche und gesellschaftliche Aspekte des Identitätsmanagements. Wichtig ist auch die interdisziplinäre Vernetzung durch die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Themas IT-Sicherheit. Absolventen des Studiengangs können in Unternehmen wie der Bundesdruckerei, die sich auf sicheres Identitätsmanagement spezialisiert haben, für die Forschung und Entwicklung eingesetzt werden.

Über die Bundesdruckerei
Die Bundesdruckerei GmbH, Berlin, entwickelt und liefert Systemlösungen und Dienstleistungen für sichere Identifikation und zählt weltweit zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich. Neben kompletten Pass- und Ausweissystemen liefert das Unternehmen Personaldokumente, Hochsicherheitskarten, Dokumentenprüfgeräte, Sicherheitssoftware sowie Trust-Center-Leistungen für nationale und internationale Kunden. Darüber hinaus fertigt die Bundesdruckerei GmbH Banknoten, Postwertzeichen und Steuerzeichen sowie elektronische Publikationen. Mit ihren Tochtergesellschaften BIS Bundesdruckerei International Services GmbH, D-TRUST GmbH und iNCO Sp.z o.o. beschäftigt die Bundesdruckerei circa 1.400 Mitarbeiter weltweit und erzielte im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 272 Millionen Euro.

Weitere Informationen

Kontakt Freie Universität Berlin:
Carsten Wette
Kommunikations- und Informationsstelle der Freien Universität Berlin
Tel.: 030 / 838-73189
E-Mail: wette@zedat.fu-berlin.de

Kontakt Bundesdruckerei:
Veronica Atkins
Bundesdruckerei GmbH
Tel: 030-25 98-28 00, Fax: 030-25 98-28 08
E-Mail: veronica.atkins@bdr.de

Weitere Informationen unter:

www.bundesdruckerei.de