Barocktheater Heute – Von der Wissenschaft zur Bühne

Musikalisch-szenische Präsentation von Tagungsergebnissen am 3. Juni 2007 an der Freien Universität Berlin

Nr. 98/2007 vom 22.05.2007

Das Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin lädt für Sonntag, 3. Juni 2007, ein zur öffentlichen Präsentation der Ergebnisse der Tagung „Barocktheater Heute – Von der Wissenschaft zur Bühne“. Ziel dieser Tagung ist die enge Vernetzung zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischem Musiktheater. Die Präsentation findet von 10 bis 14 Uhr im Hörsaal des Instituts für Theaterwissenschaft, Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin, statt. Veranstalter sind die Akademie Musiktheater heute - das Stipendienprogramm der Deutsche Bank Stiftung für angehende Regisseure, Dramaturgen, Dirigenten und Komponisten des Musiktheaters – sowie die Freie Universität Berlin. Zusätzlich unterstützt die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur die Veranstaltung.

Leitthema ist die Frage, worin die Affinität des 20. und 21. Jahrhunderts zum Barocktheater begründet liegt. Die öffentliche Präsentation dokumentiert die Ergebnisse der drei nicht-öffentlichen Tagungsworkshops, in denen in den Tagen zuvor über verschiedene Themen diskutiert wird. So geht es im Workshop „Geste, Rhetorik und Zeichen" um die Bedeutung  des historischen Kanons rhetorischer Darstellergesten des barocken Theaters für die heutige Regie. Der zweite Workshop zum „Virtuosen als Sängerdarsteller" greift  das Verhältnis von Stimme und Geschlecht im barocken Theater auf  und bewertet dessen Relevanz für die heutige Bühnenpraxis. Darüber hinaus geht es in dem Workshop um die Schwierigkeiten, die die Form der Da-Capo-Arie dem modernen Regietheater bereitet. Der dritte Workshop zur „barocken Bühne" befasst sich unter der Überschrift „Zauber oder Technikfaszination?“ mit dem barocken Bühnenerlebnis und dessen Relevanz für das Theater der Gegenwart.

Namhafte Forscher des deutschen Sprachraums treffen sich anlässlich der Tagung mit Regisseuren, Musikern und Dramaturgen des Musiktheaters, um in interdisziplinären Workshops Forschungsergebnisse zu diskutieren und zu erproben. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Thomas Betzwieser, Michael Chance, Stephan Dietrich, Albert Gier, Doris Kolesch, Wulf Konold, Marijana Mijanovic, Hendrik Müller, Nikolaus Müller-Schöll, Clemens Risi, Dörte Schmidt, Thomas Seedorf, Sigrid T'Hooft, Juliane Votteler, Karsten Wiegand und Saskia Woyke.

Veranstalter der Tagung ist die Akademie Musiktheater heute, das Stipendienprogramm der Deutsche Bank Stiftung für angehende Regisseure, Dramaturgen, Dirigenten und Komponisten des Musiktheaters. Die Akademie unterstützt den Netzwerk-Gedanken der Teilnehmer über deren Stipendiatenzeit hinaus. Sie hat mit der Tagung eine Anregung ihrer Ehemaligen aufgegriffen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Theaterpraxis am Beispiel des Barocktheaters zu fördern. Drei Alumni der Akademie – Tina Hartmann, Nicola Gess und Robert Sollich – haben das Tagungsprogramm organisiert.

Ort und Zeit:

- Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, Hörsaal, Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin, Bus: X 83
- Sonntag, 3. Juni 2007, 10–14 Uhr
- Journalisten werden gebeten, sich per E-Mail oder Telefax (030 / 838-73187) anzumelden

Weitere Informationen

  • Catherine Sondermann
    Deutsche Bank Stiftung / Akademie Musiktheater heute
    Telefon 030 / 81 05 84 83
    E-Mail: catherine.sondermann@db.com
  • Carsten Wette
    Freie Universität Berlin
    Telefon: 030 / 838-73189
    E-Mail: wette@zedat.fu-berlin.de

Im Internet:

www.musiktheater-heute.org