Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk erhält Ehrendoktorwürde der Freien Universität

Die akademische Feier findet Anfang des Jahres 2007 statt.

Nr. 281/2006 vom 21.12.2006

Der diesjährige Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk wird Ehrendoktor der Freien Universität Berlin. Das hat der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften beschlossen. Mit der Auszeichnung ehrt der Fachbereich den 54-Jährigen als Ausnahmeerscheinung der Weltliteratur.

Über Einzelheiten der Veranstaltung werden wir die Journalisten und interessierte Öffentlichkeit rechtzeitig informieren.


Orhan Pamuk, geboren am 7. Juni 1952, wuchs in Istanbul auf. Er studierte Architektur und Journalismus, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Heute ist er der bedeutendste türkische Schriftsteller. Seine Werke sind in alle Weltsprachen übersetzt worden. Internationale Anerkennung erlangte Orhan Pamuk mit den Werken „Die weiße Festung“ (deutsch 1990), „Das schwarze Buch“ (deutsch 1995) und „Das neue Leben“ (deutsch 1998). Für „Rot ist mein Name“ (deutsch 2001), einen Künstler- und Kriminalroman, der im 16. Jahrhundert angesiedelt ist, erhielt er neben dem hochdotierten irischen IMPAC-Literaturpreis weitere internationale Auszeichnungen. Pamuks Roman „Schnee“ (deutsch 2005) wurde in der New York Times als das beste ausländische Buch des Jahres 2004 gefeiert. Im Jahr 2005 wurde der Autor mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den Ricarda-Huch-Preis und den Prix Médicis étranger. Sein neuestes Buch „Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt“ ist auf Deutsch im November 2006 erschienen. Am 10. Dezember 2006 erhielt Orhan Pamuk den Nobelpreis für Literatur.

Zu den bekanntesten Ehrendoktorinnen und Ehrendoktoren der Freien Universität Berlin gehören: Marcel Reich-Ranicki (2006), Imre Kertész (2005), Günter Grass (2005), Carlos Fuentes (2004), Klaus Töpfer (2002), Kofi Annan (2001), Salman Rushdie (1999), Umberto Eco (1998), Robert Kennedy (1964), Walter Gropius (1963), Eleanor Lansing Dulles (1957), Lise Meitner (1956), Lucius D. Clay (1953), Theodor Heuß (1949).

Dahlemer Impulse im Internet:

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