Fragen an eine Geschichte der Demokratie

Historiker Paul Nolte spricht am Dienstag, 5. Dezember, um 18.15 Uhr

Nr. 267/2006 vom 29.11.2006

Paul Nolte, Professor für Zeitgeschichte an der Freien Universität Berlin, stellt im Rahmen der Universitätsvorlesung „Von der Einheit der Kulturwissenschaften“ Fragen an eine Geschichte der Demokratie. Der öffentliche Vortrag findet am Dienstag, dem 5. Dezember 2006, um 18.15 Uhr in der „Silberlaube“ der Freien Universität Berlin statt. Journalisten sind herzlich eingeladen.

Spätestens seit 1945 galt die Demokratie als selbstverständlich: Entweder man hatte sie oder es war klar, dass man sie besser haben sollte. Doch seit einiger Zeit erleben wir eine neue Verstörung und Verunsicherung. In Umfragen zeigt sich eine diffuse Skepsis – aber was ist die Alternative? Kann ein immerhin gut zweihundert Jahre altes System noch die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen? Und ist die westliche Demokratie vielleicht ein Sonderweg, der auf andere Kulturen in der Welt gar nicht übertragbar ist? Fragen über Fragen! In diesem grundlegenden Vortrag versucht Paul Nolte eine Bestandsaufnahme und schlägt, ausgehend von aktuellen Problemen, Schneisen in die Geschichte der Demokratie.

Programm der Reihe „Von der Einheit der Kulturwissenschaften“:

Die soziale, politische, intellektuelle und psychologische Existenz des Menschen ist nur in der historischen Tiefe und kulturellen Vielfalt zu begreifen. Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin vereint in einem Spektrum seltener Breite und Geschlossenheit eine Vielzahl von Disziplinen, die unterschiedliche Epochen, Räume und kulturelle Ausdrucksformen in den Blick nehmen. In dieser Konzentration ist es möglich, im Kontrast und Vergleich des fächerübergreifenden Dialogs neue Forschungsperspektiven zu öffnen und auch die innere Einheit der historischen und kulturwissenschaftlichen Forschung in ihren Schlüsselthemen und Leitperspektiven zu diskutieren. Genau diesem Aspekt ist diese Ringvorlesung gewidmet. Vertreter aller Fachrichtungen berichten aus laufenden Projekten, die vor allem aus der interdisziplinären Zusammenarbeit schöpfen. Dadurch entsteht ein Querschnitt der aktuellen Forschung, ihrer Anliegen und Strategien, sowie ein Raum der Reflexion ihrer verbindenden Ideen. Damit wendet sich die Vorlesung gleichermaßen an eine interessierte Öffentlichkeit, die Einblick in die neuesten Forschungsvorhaben erlangen will, an Studierende, denen aktuelle Perspektiven fächerübergreifender Arbeit nahegebracht werden, sowie an die Gemeinschaft der Forschenden und Lehrenden, denen sie ein Forum des Austauschs und der Debatte bieten soll.

Das Programm des Offenen Hörsaals im Internet unter:

www.fu-berlin.de/vv

Termin und Ort:

  • Dienstag, 5. Dezember 2006, 18.15 Uhr
  • „Silberlaube“ der Freien Universität, Hörsaal 2, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, U-Bhf. Dahlem-Dorf oder Thielplatz (U3), Bus X83, X11, 110

Weitere Informationen

Prof. Dr. Paul Nolte, Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität, Abt. Neuere Geschichte / Zeitgeschichte, Telefon: 030 / 838-56801 oder 838-56802