Denkzeit: Eine Methode zur Behandlung jugendlicher Straffälligkeit wird jetzt vorbeugend bei dissozialen Schülern eingesetzt

Pressekonferenz am 9. November um 10.00 Uhr

Nr. 242/2006 vom 06.11.2006

Mit rund 640.000 Euro fördert die Stiftung der Deutschen Klassenlotterie Berlin ein Projekt zur Prävention jugendlicher Straffälligkeit am Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Denkzeit-Gesellschaft. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Jugend, Bildung und Sport lädt die Freie Universität zum Projektauftakt zu einer Pressekonferenz am Donnerstag, dem 9. November, um 10.00 Uhr ein.

Mithilfe der von Professor Jürgen Körner entwickelten Denkzeit-Methode werden in den nächsten drei Jahren 240 aggressiv-auffällige Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren betreut, um ihr Abrutschen in die Kriminalität abzuwenden. Bisher kam die Denkzeit-Methode erst zum Zuge, wenn der Jugendliche bereits eine schwere Straftat begangen hatte. Nicht zuletzt wegen zahlreicher Hilferufe aus den Schulen machte sich Jürgen Körner daher für die vorbeugende Denkzeit in der Schule stark, unterstützt von Berlins Bildungssenator Klaus Böger (SPD), der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnehmen wird.

Zum Projektauftakt stehen rund 50 im Denkzeit-Verfahren trainierte Sozialpädagogen bereit, um die sozialkognitiven Fähigkeiten der jungen Teilnehmer zu fördern: Einfühlungsvermögen, moralisches Urteil und Entscheidungsfähigkeit.

Als Gesprächspartner erwarten Sie:

  • Prof. Dr. Jürgen Körner, Arbeitsbereich Sozialpädagogik der Freien Universität Berlin, Vorsitzender der Denkzeit-Gesellschaft
  • Klaus Böger (SPD), Senator für Bildung, Jugend und Sport
  • Gerd Neubeck, Polizeivizepräsident in Berlin
  • Prof. Dr. Werner Väth, Vize-Präsident der Freien Universität Berlin
  • Rebecca Friedmann, Koordinatorin der Denkzeit-Gesellschaft

Teilnahme und Interview-Wünsche:

Die Einladung richtet sich ausschließlich an Medienvertreter. Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme bis Mittwoch, 8. November, 15.00 Uhr, per E-Mail unter: pdw@zedat.fu-berlin.de. Journalisten erhalten am Rande der Veranstaltung Gelegenheit, Interviews mit den Podiumsmitgliedern zu führen.

Ort und Zeit:

  • Ristorante Galileo, Otto-von-Simson-Straße 26 / Ecke Thielallee, 14195 Berlin-Dahlem
  • Donnerstag, 9. November 2006, 10.00 Uhr

Weitere Informationen

Ilka Seer, Kommunikations- und Informationsstelle der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 838-73182, E-Mail: pdw@zedat.fu-berlin.de