Wenn Worte verletzen

Jahrestagung des Sonderforschungsbereichs "Kulturen des Performativen"

Nr. 230/2006 vom 27.10.2006

Eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema "Gewalt durch Sprache – Rhetoriken verletzenden Sprechens" findet vom 9. bis 11. November 2006 an der Freien Universität Berlin statt. Organisiert wird sie vom Sonderforschungsbereich "Kulturen des Performativen", dessen Jahrestagung die Veranstaltung ist. Die Referenten stammen aus Großbritannien, Ös-terreich, der Schweiz, den USA und aus Deutschland. Im Rahmen der Veranstaltung hält der ungarische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger von 2002, Imre Kertész, am Freitag, 10. November, eine Autorenlesung. Kertész ist Ehrendoktor der Freien Universität Berlin. Die Tagung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Der Volksmund weiß es schon lange: Worte können verletzen. Mit Sprache kann Gewalt nicht nur dargestellt oder als Folgewirkung ausgelöst werden – das Sprechen selbst kann eine Form der Gewaltausübung sein. Ob beim Tratsch im Treppenhaus, bei Beleidigungen auf dem Schulhof oder bei akademischen Kommissionssitzungen: Stets geht es auch um Machtfragen. In den Beiträgen der Tagung soll veranschaulicht werden, dass sprachliche Gewalt nicht nur metaphorisch zu verstehen ist und auch eine historische Dimension hat.

Ort und Zeit:

  • Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, Hörsaal, Grunewaldstraße 35, 12165 Berlin, Bus: X 83
  • Beginn: Donnerstag, 9. November 2006, 14 Uhr

Anmeldung per Telefon, Telefax oder E-Mail:

  • Telefon: 030 / 838-50324
  • Telefax: 030 / 838-50365
  • E-Mail: sfb447@zedat.fu-berlin.de

Weitere Informationen

Dr. Jens Roselt, Sonderforschungsbereich "Kulturen des Performativen" der Freien Universität Berlin, Telefon: 030 / 83850349, E-Mail: roselt@zedat.fu-berlin.de

Das Programm im Internet:

www.sfb-performativ.de