Brief des Präsidenten der Freien Universität Berlin

Entscheidung im Exzellenz-Wettbewerb des Bundes und der Länder

Nr. 210a/2006 vom 12.10.2006

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Studierende!

Es hat nicht ganz gereicht! Viele Menschen dieser Universität haben ihr Äußerstes gegeben, um im Exzellenz-Wettbewerb des Bundes und der Länder erfolgreich zu sein und schon in der ersten Runde zu den „Auserwählten“ zu gehören.

Welche Steine auf den verschlungenen Pfaden der Entscheidungsfindung, wissenschaftlich oder politisch, einem Erfolg im Wege lagen, können wir auch nach den Ereignissen des heutigen Vormittags nicht absehen. Die Rekonstruktion wird das eine oder andere Detail zutage bringen.

Das sollte aber nicht unser heutiges Thema sein. Zunächst: Wir danken den Kollegen des Clusters „Governance in a Globalized World“ für Ihr großes Engagement im vergangenen Jahr und möchten Sie anspornen, sich nicht entmutigen zu lassen.

Natürlich freuen wir uns heute aber besonders mit denen, die Erfolg hatten, und gratulieren den Kollegen herzlich, die die Anträge für die Graduiertenschulen „North American Studies“ und „Berlin Mathematical School“ erarbeitet haben. Ihr Beispiel ist Ansporn für alle anderen, nun in der zweiten Staffel des Wettbewerbs erfolgreich zu sein.

Was für diese zweite Runde bereits zu tun war, haben weit über 200 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen geleistet. Insgesamt 14 Anträge für Graduiertenschulen und Clusters wurden bereits im September bei der DFG gestellt.

Graduiertenschulen

  • Friedrich-Schlegel-Graduate School of Literary Studies (Prof. Dr. Alt)
  • Graduate School of East Asian Studies (Prof. Dr. Blechinger-Talcott)
  • Graduate School of Food Safety and Health (Prof. Dr. Zessin)
  • Service Industries (Prof. Dr. Kleinaltenkamp)
  • Islamisch geprägte Gesellschaften (Prof. Dr. Krämer / Prof. Dr. Freitag)

Exzellenzcluster

  • Multiple Modernities – Entanglemts of the Arts (Prof. Dr Fischer-Lichte)
  • Topoi. The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizati-ons – gemeinsam mit Humboldt Universität zu Berlin (Prof. Dr. Fless, FU / Prof. Dr. Rapp, HU)
  • Coupled Earth Processes – gemeinsam mit Universität Potsdam (Prof. Dr. Handy, FU / Prof. Dr. Strecker, UP)
  • Successful Learning in Modern Knowledge Societies (Prof. Dr. Hannover / Prof. Dr. Eid)
  • From Protein Interactions to Pharmacological Interference (Prof. Dr. Haucke / Prof. Dr. Rosenthal)
  • Coping with Natural Disasters (Prof. Dr. Luig)
  • Languages of Emotion (Prof. Dr. Menninghaus)
  • Diversity Studies (Prof. Dr. Riedmüller)
  • Functional Molecular Units in their Environments (Prof. Dr. Wolf)

Nachdem das Zukunftskonzept der „International Network University“ in der dritten Förderlinie des Wettbewerbs auch bereits eine positive Bewertung erhalten hat, setzen wir nun unsere Kraft in die Anträge der zweiten Staffel, um alle Voraussetzungen für eine Bewilligung zu erarbeiten. Es wird uns allen im kommenden Jahr dafür noch viel abverlangt werden. Geduld, Ideenvielfalt und ein kräftiger Strich bei der Abfassung der Hauptanträge, zu denen möglichst viele aufgefordert werden mögen, sowie überzeugende Darlegungen während der Anhörungen im kommenden Sommer.

Wichtig ist aber vor allem eines: Wir werden nicht nachlassen in der Entschlossenheit und der Investition von Kraft und Ruhe, weil wir alle wissen: Für die Zukunft der Freien Universität Berlin ist ihr Erfolg bei diesem Wettbewerb essentiell.

Viele Mitglieder der Universität haben dieses von Anfang an so verstanden und deshalb viel investiert. Den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen und der kleinen, schlagkräftigen Gruppe derjenigen, die die Konzepte als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begleitet haben, gilt mein besonderer Dank für ihren Einsatz. Denen, die jetzt in der erste Entscheidung noch nicht dabei waren, möchte ich sagen: Sie gehören zu den Besten, auch wenn es sich in dem Ergebnis (noch) nicht ausdrückt. Machen Sie weiter!

Wir alle gemeinsam werden der Öffentlichkeit zeigen, was diese Universität ist: eine internationale Spitzenuniversität mit einer großen Geschichte, einer kraftvollen Gegenwart und einer glänzenden Zukunft!

Ich wünsche Ihnen für das neue Semester das Beste und dass wir, bei aller Anstrengung für unsere Forschungsvorhaben, nicht vergessen, wozu wir in gleicher Weise verpflichtet sind: für eine Ausbildung des Nachwuchses auf bestem Niveau. Den Studierenden gilt deshalb gleichfalls: die besten Wünsche für Ihr Studium in diesem Wintersemester 2006/2007.

Mit besten Grüßen bin ich herzlich

Ihr

Univ.-Prof. Dr. Dieter Lenzen

Präsident