Mittler zwischen den Kulturen

Präsident der Freien Universität Berlin Dieter Lenzen gratuliert Friedenspreisträger Wolf Lepenies

Nr. 201/2006 vom 07.10.2006

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Dieter Lenzen, hat Prof. Dr. Wolf Lepenies zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2006 gratuliert. Mit der heutigen Verleihung in der Frankfurter Paulskirche sei der Soziologe der Freien Universität für sein unermüdliches Engagement für die Verständigung zwischen den Völkern ausgezeichnet worden, erklärte Lenzen in Berlin. Mit Lepenies ehre der Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen Intellektuellen, dessen Weitsicht über die Grenzen Deutschlands hinaus hohes Ansehen genieße. Die Mitglieder der Freien Universität seien hocherfreut über die außerordentliche Auszeichnung, die Lepenies mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zuteil werde.

Wolf Lepenies studierte Soziologie, Philosophie und Publizistik in München, Münster und Berlin. Er habilitierte sich 1970 an der Freien Universität Berlin und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr 2006 Soziologie. Von 1986 bis 2001 war er Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin, dem er als Permanent Fellow weiterhin angehört. Lepenies ist unter anderem Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, der Académie Universelle des Cultures (Paris), der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Akademie der Künste, der Academia Europaea (London), des Aspen Institute Berlin, der Deutschen Nationalstiftung und der Royal Swedish Academy of Sciences (Stockholm).

Lepenies veröffentlichte zahlreiche Bücher, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Als sein Hauptwerk gilt die Studie „Die drei Kulturen. Soziologie zwischen Literatur und Wissenschaft.“ Lepenies erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Alexander-von-Humboldt-Preis für Verdienste um die deutsch-französische wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Lesen Sie hier ein Interview mit Wolf Lepenies:

Tagesspiegel-Beilage der Freien Universität Berlin vom 26.08.2006