Fernando Pérez lehrt als Samuel-Fischer-Gastprofessor

Der große Regisseur Kubas ist im Wintersemester 2006/2007 an der Freien Universität Berlin – öffentliche Diskussion am kommenden Mittwoch

Nr. 183/2006 vom 14.09.2006

Der Filmemacher Fernando Pérez lehrt im Wintersemester 2006/2007 als Samuel-Fischer-Gastprofessor am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität Berlin. Die Samuel-Fischer-Gastprofessur ist eine gemeinsame Einrichtung des S. Fischer Verlags, des DAAD, der Freien Universität Berlin und des Veranstaltungsforums der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Am Mittwoch, den 20. September 2006 führt Fernando Pérez mit Professor Gert Mattenklott eine öffentliche Diskussion zum Thema „Filmemachen in Kuba“.

Fernando Pérez ist der international bedeutendste Filmemacher Kubas. 1944 in Havanna geboren, begann er bereits 1962 während seines Studiums als Produktionsassistent und Übersetzer im kubanischen Filminstitut ICAIC zu arbeiten. Nach Abschluss seines Sprach- und Literaturstudiums an der Universität von Havanna arbeitete er als Regieassistent und nebenbei als Russischlehrer. Pérez drehte zahlreiche Dokumentarfilme, bevor er 1987 seinen ersten Spielfilm realisierte. Seine beiden letzten Filme „La vida es silbar“ (Das Leben ein Pfeifen) und „Suite Havanna“ zählen zu den Meilensteinen des kubanischen Kinos und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Spezialpreis der Jury beim Sundance Film Festival, dem SIGNIS Award beim San Sebastian International Film Festival, dem von der Spanischen Filmakademie verliehenen Goya Award sowie dem Preis der C.I.C.A.E. (Confédération Internationale des Cinémas d’Art et d’Essai) im Internationalen Forum der Berlinale. Neben den Auszeichnungen, die er für seine Tätigkeit als Regisseur und Drehbuchautor erhielt, wurde Fernando Pérez 1982 mit dem Premio Casa de las Américas für sein Buch „Corresponsales de guerra“ geehrt, in dem er den Kampf junger Cineasten gegen das Somoza-Regime in Nicaragua beschreibt. Fernando Pérez war von 1993 bis 1995 Akademischer Direktor der Internationalen Hochschule für Film und Fernsehen in San Antonio de los Baños. Darüber hinaus unterrichtete er als Professor für Filmgeschichte an der Universidad de la Habana.

Öffentliche Veranstaltungen von Fernando Pérez:

  • 20. September um 19.30 Uhr: Diskussion mit Gert Mattenklott, Thema: „Filmemachen in Kuba“, mit Filmeinspielungen, Eintritt frei, Ort: Instituto Cervantes, Rosentraße 18–19, 10178 Berlin
  • 2. November um 20.30 Uhr: Vortrag zum Thema „Film-Kunst und Staat“, dazu lesen Schauspieler der Schaubühne aus Pérez’ Drehbüchern, Eintritt: 5 Euro, Ort: Münzsalon, Münzstraße 23, 10178 Berlin
  • 9. November um 17.00 Uhr: Die Filmreihe „Fernando Pérez und der kubanische Film“ eröffnet im Kino Arsenal mit dem Film „La vida es silbar“ in Anwesenheit des Regisseurs, Eintritt: 6,50 Euro, Ort: Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

Weitere Informationen

  • Dr. Oliver Lubrich, Freie Universität Berlin, Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Telefon Sekr.: 030 / 838-55003, Fax: 838-56419, E-Mail: lubrich@zedat.fu-berlin.de
  • Victoria Muntendorf, Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH, Telefon: 030 / 27 87 18-23, Fax: 030 / 27 87 18-18, E-Mail: sfgastprofessur@vf-holtzbrick.de