Woraus besteht das Weltall?

Physik-Professor Hanns Ruder spricht am 25. Mai über neue Erkenntnisse der Kosmologie

Nr. 76/2005 vom 23.05.2005

„Dunkle Materie, dunkle Energie, finstere Gedanken“ – hinter diesem eher düsteren Titel verbirgt sich ein unterhaltsamer, bildreicher Vortrag, den der Tübinger Physik-Professor Hanns Ruder am 25. Mai 2005 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften hält. Immer leistungsstärkere Satelliten-Messungen und die Beobachtung weit entfernter Supernovae mit dem Hubble-Space-Teleskop haben die Standardvorstellung von unserem Kosmos verändert. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Universum beschleunigt expandiert und die so genannte baryonische Materie – diejenige Materie, die sich aus den bekannten Bausteinen der Atomkerne, den Protonen und Neuronen, zusammensetzt – nur 4 Prozent der Masse des Weltalls ausmacht. Woraus die restlichen 96 Prozent bestehen, ist trotz hochmoderner Beobachtungs- und Messmethoden gänzlich unbekannt.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22-23, 10117 Berlin. Der Eintritt ist frei.

Ruders Beitrag ist Teil der wissenschaftlichen Vortragsreihe Einstein Lectures, die begleitend zur kürzlich eröffneten Ausstellung über das Leben und Werk Albert Einsteins im Berliner Kronprinzenpalais bis zum 30. September 2005 regelmäßig mittwochs stattfinden wird. Initiatoren sind neben der Freien Universität Berlin das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, die Humboldt Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina sowie der Verbund für Wissenschaftsgeschichte, Berlin.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu der Vorlesungsreihe Einstein Lectures im Internet unter www.einstein-lectures.de.