Wie wurde der 11. September künstlerisch verarbeitet?

Kulturwissenschaftliche Tagung am 23./24. Juli

Nr. 151/2004 vom 15.07.2004

Wie wurden die Terroranschläge des 11. September 2001 von Künstlern verschiedener Disziplinen verarbeitet, gedeutet und dargestellt? Welche Rolle spielten die dominanten Medienbilder bei dieser Auseinandersetzung? Wie reagierten intellektuelle Vordenker auf das Undenkbare? Und in welcher Weise schrieb sich der Komplex "9/11" in die populäre Kultur ein? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine kulturwissenschaftliche Tagung, die am 23./24. Juli 2004 an der Freien Universität Berlin stattfindet und in Kooperation mit der Universität Lüneburg durchgeführt wird.

Die Referenten, die auf der Tagung "Nach den Bildern – Künstlerische, mediale und intellektuelle Narrative des 11. Septembers 2001" sprechen werden, untersuchen die gestellten Fragen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Aktuelle Beispiele aus Fernsehen, Fotografie, bildender Kunst, Architektur, Film, Lyrik, Musik, intellektuelle sowie philosophische Diskurse, aber auch Verschwörungstheorien und Witze über den 11. September werden vorgestellt und interpretiert.

Eine Auswahl der Vorträge:

  • Olaf Winkler (Architekturkritiker, Köln): "Original medial. Daniel Libeskinds Pläne für Ground Zero: Zur Verlagerung der Originalität aus dem Entwurf in dessen Erläuterung"
  • Dr. Steffi Hobuß (lehrt Sprachphilosophie und Literaturtheorie an der Universität Lüneburg): "'Die Wahrheit ist irgendwo da draußen.' Verschwörungstheorien zum 11.9.2001 und die Frage nach dem Entkommen aus der Skepsis"
  • Prof. Dr. Bernd Scheffer (Professor für Literatur- und Medienwissenschaften, Ludwig-Maximilians-Universität München): "'... wie im Film.' Der 11. September und die USA als Teil Hollywoods"

Die Öffentlichkeit und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, die Tagung zu besuchen. Um Voranmeldung wird gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro, für Studierende 5 Euro.

Veranstaltungsort:

Institut für Englische Philologie der Freien Universität Berlin, Goßlerstr. 2-4, 14195 Berlin, S-Bhf. Lichterfelde West (Linie 1) oder U-Bhf. Dahlem Dorf (Linie 1) und anschließend Bus (Linie X11)

Voranmeldung und weitere Informationen:

Maria Bonifacio-Migas, Institut für Englische Philologie der Freien Universität Berlin, Tel.: 030 / 838-72325, E-Mail: mbomigas@zedat.fu-berlin.de