Blankensee-Colloquium zum nachhaltigen externen Aufbau staatlicher Strukturen

"The Future of Intervention: Intervention, Legitimacy and the Reconstruction of Statehood" vom 16. bis 18. Juli 2004

Nr. 140/2004 vom 02.07.2004

Inwiefern lässt sich die Rekonstruktion verloren gegangener Staatlichkeit in so genannten "Failed States" wie Afghanistan, Irak oder dem Sudan durch nicht-militärische Interventionen von außen beeinflussen? Wie nachhaltig und stabil funktionieren auf diese Art reparierte staatliche Strukturen? Wie verändert sich Staatlichkeit in einem Umfeld andauernder externer Interventionen? Diesen und weiteren aktuellen Fragen der internationalen Politik widmet sich das interdisziplinäre Blankensee-Colloquium vom 16. bis zum 18. Juli 2004. Die Tagung auf Schloss Blankensee beschäftigt sich mit den Kernfunktionen von Staatlichkeit, mit Erfahrungen aus bisherigen Interventionen und mit Handlungsstrategien für die internationale Gemeinschaft. Zu den Teilnehmern gehören Politik- und Sozialwissenschaftler, Juristen und Historiker sowie Vertreter aus der Politik, dem Militärs und von internationalen Organisationen.

Wir laden Sie herzlich zur Auftaktveranstaltung der Konferenz ein. Sie findet statt am Freitag, dem 16. Juli 2004, ab 18 Uhr, im Hörsaal des Instituts für Informatik der Freien Universität Berlin, Takustraße 9, 14195 Berlin.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion soll dabei in die Thematik des Colloquiums eingeführt werden. Es diskutieren:

  • Michael Steiner, deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf und ehemaliger UN-Verwalter im Kosovo,
  • Paul Collier, Universität Oxford und Weltbank sowie
  • Anatol Lieven, Carnegie Endowment for International Peace, New York

Moderiert wird das Gespräch von Tagungsleiter Dr. Christoph Zürcher. Er ist Inhaber der Forschungsdozentur für Konfliktforschung und Stabilitätsexport am Osteuropainstitut der Freien Universität Berlin. Bei einem anschließenden Empfang stehen Ihnen alle Diskussionsteilnehmer sowie Peter Middlebrook (Weltbank Afghanistan) gerne für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Das Programm Blankensee-Colloquien ermöglicht Nachwuchswissenschaftlern die Durchführung von interdisziplinären Tagungen. Dabei können sie die Entwicklungsmöglichkeiten ihres jeweiligen Forschungsgebietes in einem Kreis internationaler Experten diskutieren. Forschungsansätze und institutionelle Initiativen, die sich daraus ergeben, sollen die Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg stärken. Träger des Programms sind die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Weitere Informationen