Die EU-Erweitung: Chancen und Risiken

Podiumsdiskussion mit osteuropäischen Wissenschaftlern am 26. April um 18.00 Uhr

Nr. 70/2004 vom 22.04.2004

Der 1. Mai ist ein historisches Datum für Europa: Die Europäische Union wird zehn neue Mitglieder aufnehmen, darunter acht mittel- und osteuropäische Staaten. Was bedeutet der Beitritt für die neuen Mitglieder? Welche Chancen und Risiken birgt die Mitgliedschaft in der EU? Diese und darüber hinausgehende Fragen diskutieren vier führende Wissenschaftler aus Polen, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn im Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Die Veranstaltung in englischer Sprache findet im Rahmen des Forschungskolloquiums „Konvergenzen und Divergenzen sozialer Entwicklung“ statt. Sie wird von Prof. Dr. Nikolai Genov moderiert.

Es nehmen teil:

Dr. Katarzyna Gilarek, Soziologin an der traditionsreichen Krakauer Universität. Dr. Gilarek arbeitet seit etwa drei Jahren an der 1999 gegründeten Abteilung für Agrarsoziologie. Als Spezialistin für kulturelle Transformation des ländlichen Raums und für strukturelle Transformation von Agrargesellschaften deckt sie mit ihrer Forschungsarbeit einen Schlüsselbereich im Zusammenhang mit Polens EU-Beitritt ab.

Dr. Borut Ronrevir, Experte für Sozialpolitik an der Universität Ljubljana. Dr. Ronrevir hat auf diesem Gebiet eine große internationale Erfahrung durch Forschungsaufenthalte u.a. in Irland und Dänemark. Weitere Arbeitsgebiete sind Wirtschaftssoziologie und Indikatoren soziokultureller Entwicklung.

Prof. Dr. Jiri Musil, Soziologe an der Central European University in Prag, die er bis 1995 als Akademischer Direktor leitete. 1999 wurde Prof. Musil zum Präsidenten der European Sociological Association gewählt. Er ist Mitglied der Academia Europea, der World Academy of Arts and Science und Berater für die UN und die UNESCO. Seine Forschungsschwerpunkte sind Nationalismus, politische Soziologie und Stadtsoziologie.

Prof. Dr. Pal Tamas, Direktor des Instituts für Soziologie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest. Er forscht unter anderem über Sozialkapital, Zivilgesellschaft, wissenschaftliche Netzwerke und Kooperationen zwischen West- und Osteuropa.

Ort und Zeit:

  • Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin, Garystr. 55, Hörsaal A, 14195 Berlin-Dahlem, U-Bhf. Thielplatz, Linie 1
  • Montag, 26. April 2004, von 18.00 bis 20.00 Uhr

Weitere Informationen

Im Internet:

http://www.oei.fu-berlin.de