Außenminister Fischer eröffnet gemeinsamen Master-Studiengang

Freien Universität Berlin, Humboldt-Universität und Universität Potsdam bieten ab dem Wintersemsester 2003/04 den gemeinsamen Master-Studiengang Internationale Beziehungen an

Nr. 169/2003 vom 22.10.2003

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat heute den neuen gemeinsamen Master-Studiengang Internationale Beziehungen eröffnet, der ab diesem Wintersemester von der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam angeboten wird. Im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Audimax der Freien Universität sprach Außenminister Fischer zum Thema „Weltpolitik im 21. Jahrhundert“ und diskutierte mit den Studierenden. Zuvor hatten die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, der Präsident der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Dieter Lenzen, sowie der Vorsitzende des Lenkungsgremiums für den gemeinsamen Studiengang, Prof. Dr. Thomas Risse, Grußworte an die Studierenden gerichtet.

Rund 30 Studentinnen und Studenten beginnen in diesen Tagen an den drei beteiligten Universitä-ten das Studium in dem neuen Master-Studiengang. Viele der deutschen Studierenden haben be-reits einen ersten Studiengang im Ausland abgeschlossen und sind für das Master-Studium nach Deutschland zurückgekehrt. Die meisten von ihnen streben eine Karriere im internationalen Be-reich an. „Dieser Studiengang ist in Berlin und Potsdam einmalig. Er ist international ausgerichtet und darauf angelegt, Studierende für die Komplexität der Weltpolitik im 21. Jahrhundert theoretisch wie praktisch kompetent zu machen,“ erklärt Prof. Dr. Thomas Risse, Vorsitzender des Lenkungsgremiums für den gemeinsamen Studiengang.

Durch die Kooperation der beteiligten Universitäten profitieren die Studierenden von einem um-fangreichen Lehrangebot, das ein breites Spektrum theoretischer Ansätze, thematischer Sachgebie-te und ausgeprägter Regionalexpertise umfaßt. Themenschwerpunkte sind: Internationale Organi-sationen und Kooperationen, internationale Wirtschaftsbeziehungen, vergleichende Außenpolitik und Regionalanalysen sowie Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik.

Der viersemestrige Studiengang gliedert sich in Basis- und Aufbaumodule. Während sich die Stu-dierenden in den Basismodulen ein fundiertes Grundwissen in den Kernbereichen der Internatio-nalen Beziehungen erarbeiten, dienen die Aufbaumodule der individuellen Schwerpunktbildung sowie der fachlichen und methodischen Vertiefung und bereiten auf die Masterarbeit im vierten Fachsemester vor. Darüber hinaus beinhaltet der Studiengang ein dreimonatiges Vollzeitpraktikum mit internationalem Bezug und ein einsemestriges Auslandsstudium. Die Hälfte der Pflichtveranstaltungen wird in englischer Sprache angeboten.

Zugangsvoraussetzungen sind ein erster Studienabschluss in einem geistes- oder sozialwissen-schaftlichen Fach (bzw. ein anerkanntes Äquivalent) sowie gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch. Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester. Studiengebühren werden nicht erhoben.

Weitere Informationen

http://www.masterib.de