Sir Peter Ustinov eröffnet das Wintersemester an der Freien Universität Berlin

Der Kosmopolit Sir Peter Ustinov wird am 22. Oktober um 10 Uhr im Henry-Ford-Bau während der zentralen Immatrikulationsfeier der Freien Universität das Wintersemester 2003/04 eröffnen

Nr. 162/2003 vom 17.10.2003

Kein geringerer als der Kosmopolit Sir Peter Ustinov wird am 22. Oktober um 10 Uhr im Henry-Ford-Bau während der zentralen Immatrikulationsfeier der Freien Universität Berlin das Wintersemester 2003/04 eröffnen.

Sir Peter Ustinov ist ein Multitalent. Er arbeitet für Theater- und Opernbühnen, Film und Fernsehen und kann als Schauspieler, Regisseur, Buchautor, Zeichner und Journalist auf eine große internationale Karriere zurückblicken. Als Sohn eines russisch-stämmigen deutschen Journalisten und einer französischen Bühnenbildnerin 1921 in London geboren, besucht er von 1934 bis 1937 die Eliteschule Westminster und arbeitet anschließend am Theatre Studio bei Michel St. Denis. 1938 steht er das erste Mal auf der Bühne, ein Jahr später wird sein Stück „The Bishop of Limpopoland“ in London aufgeführt. 1951 schaffte er als Kaiser Nero in dem römischen Antikenfilm „Quo Vadis“ den Durchbruch in Hollywood.

Den ersten Oscar erhält Ustinov 1960 für seine Rolle als Sklavenhändler in dem Antikenfilm „Spartacus“. Der zweite Oscar wird ihm vier Jahre später für seine Rolle als Arthur Simpson in dem Thriller „Topkapi“ verliehen. Berühmt wurde Ustinovs Satire auf den Kalten Krieg „Romanoff und Juliet“, die 1961 verfilmt wurde. Ein Jahr später produzierte er den Film „Billy Budd“, nach einer Novelle von Hermann Melville. Seit den späten 70er Jahren spielt Ustinov den belgischen Detektive Hercule Poirot in mehreren preisgekrönten Agatha-Christie-Adaptionen für Kino und Fernsehen. Am 30. Oktober kommt Eric Tills Film „Luther“ in die Kinos, in dem Ustinov Friedrich den Weisen, Kurfürst von Sachsen, spielt.

Außerdem ist Sir Peter Ustinov als Autor mehrerer Novellen, Kurzgeschichten und Romane sowie als scharfzüngiger Journalist hervorgetreten. Seit 1969 ist Ustinov Botschafter der UNESCO und Botschafter der Kinderhilfsorganisation UNICEF. Die in München ansässige Peter Ustinov Stiftung unterstützt weltweit Kinder- und Jugendprojekte, zuletzt die Gründung einer Schule für Mädchen in der afghanischen Provinz Nangahar. Für sein Engagement wurde Ustinov 1990 von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben.

Mit der Gründung des nach ihm benannten Instituts für Vorurteilsforschung an der Universität Wien hat Sir Peter Ustinov sich einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Das Institut wird im November seine Arbeit aufnehmen. International renommierte Forscher sollen zu Vorlesungen und Forschungsprojekten eingeladen werden.

Auf Immatrikulationsfeiern in früheren Jahren sprachen unter anderem Vicco von Bülow alias „Loriot“, Robert Gernhardt, Hans-Olaf Henkel und Carola Stern.

Die Immatrikulationsfeier findet am Mittwoch, dem 22. Oktober 2003, um 10.00 Uhr im Audi Max im Henry-Ford-Bau, Garystr. 35, 14195 Berlin-Dahlem, statt.

Da Sir Peter Ustinov frei sprechen wird, ist die Rede vorab nicht erhältlich. Bitte bringen Sie Ihren Presseausweis mit, damit wir Sie plazieren können.