Internationaler Club gewinnt Preis des Auswärtigen Amtes

Ausgezeichnete Betreuung ausländischer Studierender

Nr. 79/2003 vom 23.05.2003

Der Internationale Club der Freien Universität Berlin hat den "Preis des Bundesministers des Auswärtigen für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen" gewonnen. Der vom Deutschen Akademischen Auslandsamt (DAAD) ausgelobte Preis wird in diesem Jahr an zwei Einrichtungen vergeben: Neben der Freien Universität wird auch die Universität Augsburg mit einem Preisgeld in Höhe von 7500 Euro ausgezeichnet. Der Preis ist für "hervorragende Leistungen, innovative Lösungen und besonders wirksame Modelle bei der Betreuung und Beratung ausländischer Studierender während ihres Studien- oder Praktikums-Aufenthaltes in Deutschland" bestimmt. Bundesaußenminister Joschka Fischer wird die Preise am 4. Juli 2003 in Berlin verleihen.

Eine amerikanische Studentin gründete im Wintersemester 1997/98 den Internationalen Club der Freien Universität, um Studierenden aus aller Welt eine geeignete Plattform zu bieten. Mit über 80 Veranstaltungen im Jahr schafft der Club ein Forum für all diejenigen, die für Völkerfreundschaft eintreten und sich für die Verständigung der Kulturen stark machen.

Der Internationale Club setzt sich hauptsächlich aus deutschen und ausländischen Studierenden der Freien Universität Berlin zusammen – aber auch Angehörige der anderen Berliner Hochschulen haben sich dem Club angeschlossen. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich. Der Internationale Club zählt mehr als 500 aktive Mitglieder (und weitaus mehr Alumni) aus über 35 Ländern, wobei 60 Prozent der Mitglieder Ausländer und 40 Prozent Deutsche sind. Geführt wird der Club durch ein von den Mitgliedern gewähltes studentisches Präsidium, das ebenfalls international besetzt ist. So stammt die Präsidentin Maja Lapkiewicz aus Polen, die Schatzmeisterin Sabine Prokscha ist Deutsche.

Der Internationale Club fördert das Miteinander in- und ausländischer Universitätsangehöriger und schafft ein soziales Netz, in dem sich Freundschaften bilden, das gleichzeitig aber auch Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite steht. Stadtrundgänge, selbst erarbeitete Führungen und Besuche bei den Bundeszentralen politischer Parteien gehören genauso zum Programm wie die "Regionalabenden", bei denen die ausländischen Studierenden ihre Kulturkreise präsentieren. Der Club bietet seinen Mitgliedern auch ein "Internationales Sprachaustauschprogramm" an, das den Teilnehmern nach dem Tandem-Prinzip die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse durch "one-to-one"-Treffen ermöglicht. Darüber hinaus helfen die Club-Mitglieder ihren ausländischen Freunden bei Studienangelegenheiten und unterstützen sie bei Behördengängen.

Im November 2002 veranstaltete der Internationale Club die erste bundesweite Konferenz "UNI’nternational: Global lernen – lokal handeln" an der Freien Universität. Auf dieser Konferenz hat der Club ein Netzwerk geschaffen, um einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zwischen allen universitären Einrichtungen zu ermöglichen, die ähnliche Ziele verfolgen. Mithilfe einer Online-Datenbank aller studentischen Initiativen soll zudem ein Forum eingerichtet werden, in dem sich die einzelnen Einrichtungen präsentieren und in dem Probleme und Lösungsvorschläge öffentlich diskutiert werden können.

Weitere Informationen