Safran macht den Kuchen gel ...

Eröffnung der Ausstellung "Safran – ein alte Kulturpflanze" in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Nr. 47/2001 vom 02.03.2001

Mit Safran verbinden viele Menschen vor allem das Kinderlied "Backe, backe Kuchen..." in dessen letzter Zeile es heißt: ".... und Safran macht den Kuchen gel." Dass Safran jedoch zu weit mehr als der Herstellung von Kuchen dient, ist in der Ausstellung "Safran–eine alte Kulturpflanze" in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin vom 5.3. 2001 bis zum 27.4.2001 zu sehen. Die vom Galilei-Gymnasium Hamm/Westfalen organisierte Ausstellung beleuchtet die verschiedensten Aspekte dieser seit mehr als 4000 Jahren bekannten Pflanze, die schon zur Zeit der Antike als Färbe- und Arznei-mittel hoch geschätzt war.

Zur Eröffnung am 5.3.2001 begrüßt Sie um 18.00 Uhr Prof. Dr. Naumann, Leitetender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek der FU Berlin. Dr. Martin Börnchen, Initiator der Ausstellung und ehemaliger Lehrer des Galilei-Gymnasiums führt mit einem facettenreichen Vortrag in das weitgestreute Thema Safran ein.

Die Vorstellung des weitgehend in Vergessenheit geratenen violetten Safran- oder Herbstkrokus wird ebenso Teil der Ausstellung sein wie Pharmazie- bzw. Kräuterbücher mit Abbildungen von Safran als Heilpflanze. Safran, wurde als teuerstes Gewürz der Welt mit Gold aufgewogen und verleitete daher betrügerische Händler immer wieder zu Fälschungen – zahlreiche Proben zeugen von deren Ein-fallsreichtum.

Abgerundet wird die Ausstellung durch Exponate über das einzige Safranmuseum der Welt in Boy-nes/Frankreich, Originale eines Plakatwettbewerbs für Kinder zum Safranblütenfest in Consuegra/Spanien, einer Partitur der spanischen Volkoper "La Rosa del Azafrán" (Die Safranblüte), der Darstellung des kulturellen Bedeutungswandels der Farbe Gelb von der Antike bis zur Gegenwart sowie der Werbung mit Safran.

Die Idee zu dieser Ausstellung entstand während mehrerer Chemie-Grund-und Leistungskurse am Galilei-Gymnasium, bei denen natürliche Farbstoffe und Färbemethoden Teil des Lehrinhalts waren. Eine alte Tradition wurde 1991 in Ilbesheim/Pfalz mit der Kultivierung von Safran auf Initiative eines Chemie-Leistungskurses wiederbelebt – bis Mitte des 15. Jahrhunderts war dort schon einmal Safran angebaut worden.

Ausstellungsort:

Universitätsbibliotek der FU Berlin. Garystr. 39. 14195 Berlin.

Weitere Informationen

Horst Wodke Tel.: 030/838 – 54 251. E-Mail: wodke@ub.fu-berlin.de

Im Internet: