Biotechnologen aus Wissenschaft und Wirtschaft tagen an der Freien Universität Berlin

Pressekonferenz mit Nobelpreisträger Mullis am 3. Juli

Nr. 114/2000 vom 19.06.2000

Am Montag, den 3. Juli 2000, findet um 11.00 Uhr im Senatssitzungssaal der Freien Universität im Henry-Ford-Bau, Garystraße 35, Berlin-Dahlem, eine Pressekonferenz aus Anlass des 2. Symposiums des Industrial Investment Council und des RiNA-Netzwerks (RNA-Technologien) statt. Unter den Anwesenden ist der Nobelpreisträger Dr. Kary Mullis von der Firma Burstein Laboratories, Prof. Dr. Volker A. Erdmann, Gründer und Vorsitzender des RiNA-Netzwerks und Dozent an der Freien Universität, sowie Dr. Hans Christoph von Rohr, Vorsitzender des Industrial Investment Council (I.I.C.). Es wird über die thematischen Schwerpunkte des Symposiums informiert und Berlin als international bedeutendes Zentrum auf dem Gebiet der RNA-Technologien vorgestellt.

Zu dem Symposium, das am selben Tag um 17.00 Uhr stattfindet, werden 300 bis 400 Teilnehmer erwartet. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Wissenschaftler und Unternehmer aus den Branchen der Biotechnologie, der molekularen Medizin und der Molekularbiologie.

RiNA ist ein von Prof. Dr. Volker A. Erdmann ins Leben gerufenes Netzwerk, dass die Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Industrie auf dem Gebiet der RNA-Technologie koordiniert. Das erfolgreiche Netzwerk hat unter anderem die Firma Noxxon Pharma AG hervorgebracht.

Der Industrial Investment Council berät ausländische Unternehmen bei Investitionen im ostdeutschen Bundesgebiet. Der Industrial Investment Council ist eine Gründung der Bundesregierung und der neuen Bundesländer.

Ehrengast und Hauptredner des Symposiums ist Dr. Kary Mullis, der 1993 für die Entdeckung der PCR-Methode mit dem Nobelpreis der Chemie ausgezeichnet wurde. Seine Entdeckung der PCR (Polymerase Chain Reaction) hatte weitreichende und wegweisende Konsequenzen für die Entwicklung der Biotechnologie. Die mittlerweile in jedem Labor als Grundlage etablierte Methode erlaubt es, DNA-Fragmente zu identifizieren und beliebig zu vervielfältigen. Sie findet Anwendung auf dem Gebiet der molekularbiologischen Forschung ebenso wie in der medizinischen Diagnostik und der forensischen Analyse. Mittels PCR werden kleine DNA-Fragmente durch Reaktion mit dem DNA-spezifischen Enzym DNA-Polymerase exponentiell vermehrt.

Das Symposium wird finanziert von den Sponsoren Atugen GmbH, Berliner Kindl Brauerei AG, Burnham Securities International, The Carlyle Group, Deutsche Lufthansa AG, Hepa Vec AG, Intercontinental Hotel, KPMG, Noxxon Pharma AG, LabBook, RinA Netzwerk, Schering AG