Margherita-von-Brentano-Preis an "femina politica": Zeitschrift für feministische Politikwissenschaften

Preisverleihung am 8. März um 17 Uhr im Sitzungssaal des Akademischen Senats

Nr. 34/2000 vom 17.02.2000

Der Margherita-von-Brentano-Preis geht in diesem Jahr an die Herausgeberinnen der "femina politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft". Bei dem 20.000-DM-Preis handelt es sich um den höchstdotierten Preis für Frauenprojekte in der Bundesrepublik. Der nach der Philosophie-Professorin, Margherita von Brentano, benannte Preis wird am 8. März um 17 Uhr im Sitzungssaal des Akademischen Senats vergeben. Damit zeichnet die FU besonders hervorragende Projekte und Maßnamen zur Förderung von Frauen aus.

Bei der "femina politica" handelt es sich um eine statusgruppenübergreifende Initiative. So setzt sich die Redaktion der zwei Mal jährlich erscheinenden Zeitschrift aus Wissen-schaft-lerinnen, Mitarbeiterinnen wissenschaftlicher Institutionen und Studentinnen zusam-men. Die Fachzeitschrift für politikwissenschaftlich und politisch tätige Frauen hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Vernetzung von Frauen in den Politik- und Sozialwissenschaften beizutragen, die Frauen- und Geschlechterforschung zu fördern, Nachwuchswissen-schaft-lerinnen eine Publika-tionsmöglichkeit zu eröffnen. Außerdem soll der Austausch zwischen den in der Politik tätigen Frauen mit politikwissenschaftlichen Expertinnen angeregt werden.

Ursprünglich als "Mittelbau-Initiative" ins Leben gerufen, hat sich die Zeitschrift im achten Jahrgang ihres Bestehens zu einer professionellen Fachzeitschrift entwickelt mit einem Abonnen-tinnenstamm von mehr als 250 Leserinnen im In- und Ausland. Inzwischen beteiligen sich auch renommierte Politikwissenschaftlerinnen an der Zeitschrift. So war es beispiels-weise für das Heft "Staats- und Demokratietheorie" gelungen, Prof. Dr. Barbara Holland-Cunz als Gastherausgeberin zu gewinnen. Das erste Heft 2000 wird sich mit dem Feminis-mus in internationalen Beziehungen beschäftigen.

Das Preisgeld in Höhe von 20000 DM wollen die Herausgeberinnen für die sogenannte "femina politica-Datenbank" investieren. Mit der Datenbank soll eine professionelle Präsenz von politikwissenschaftlich und politisch tätigen Frauen im Internet aufgebaut werden.

Auf einer Pressekonferenz am 7. März um 11 Uhr im Sitzungssaal des Akademischen Senats im Henry-Ford-Bau, Garystrasse 35, Berlin-Dahlem, werden die Heraus-geberinnen der Zeitschrift ihr Projekt näher erläutern. An der Pressekonferenz wird auch die zuständige Vizepräsidentin, Prof. Dr. Gisela Klann-Delius, und die zentrale Frauenbeauftragte der FU, Mechthild Koreuber, teilnehmen.

Weitere Informationen

Mechthild Koreuber, Tel.: 838 542 59