Die Freie Universität stellt auf der GEOSPECTRA aus

Geologen der Freien Universität sind vom 9. bis 15. Juni auf der Fachmesse für Geotechnologie und Angewandte Geowissenschaften in Düsseldorf vertreten

Nr. 107/1999 vom 31.05.1999

Geologen der FU Berlin sind vom 9. bis 15. Juni auf der diesjährigen GEOSPECTRA, der Fachmesse für Geotechnologie und Angewandte Geowissenschaften in Düsseldorf, mit jeweils einem Exponat vertreten.

Software zur Qualitätssteuerung für Bergbaubetriebe

In Lagerstätten ist die räumliche Verteilung der Gehalte und Qualitäten vor dem Abbau unbekannt. Als Planungsgrundlage wird daher ein geologisches Modell benötigt. Zur wirkungsvollen Unterstützung der Betriebsplanung muß dieses Modell ständig aktualisiert werden. Soll die Qualitätssicherung auch auf den Bereich der Gehaltsschätzung ausgedehnt werden, so ist eine Überwachung der Zuverlässigkeit der Vorhersagen unerläßlich. Die Fachrichtung Geoinformatik der FU hat ein vollständig in die Planungs-prozeduren des Bergbaubetriebs inte-griertes Software-System entwickelt, das Schätzungen automatisch, mit hoher Geschwindig-keit und hoher Betriebssicherheit ablaufen läßt. Den Kern der Softwarelösung bildet das Linear Octree Based Property Modelling System (PMS). Damit können maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche betriebliche Anforderungen realisiert werde. Auf der GEOSPECTRA wird das System von Prof. Dr. Wolfdietrich Skala und R. Prissang vorgestellt

Weitere Informationen:

  • Prof. Dr. Wolfdietrich Skala, Tel. 7792-566

Hydro-Bottom-Station: Ein neues technisches System zur Beobachtung und Beprobung diffuser hydrothermaler Fluide in Wassertiefen bis zu 6.000 m

Die Geologen Prof. Dr. Peter Halbach und Thomas Kuhn von der Fachrichtung Rohstoff- und Umweltgeologie präsentieren die Hydro-Bottom-Station (HBS). Das neue technische System wird zur online Videobeobachtung und zur Beprobung von am Meeresboden diffus austretenden hydrothermalen Fluiden eingesetzt. Dabei wird vor allem die Vermischungszone zwischen Fluid und Meerwasser im ersten Meter oberhalb des Meeresbodens untersucht. Das System besteht aus einem sechsbeinigen Gestell, das auf Hangneigungen bis 45 Grad stabil stehen kann.

Die Hydro-Bottom-Station wurde nach mehreren Tests im August 1998 erfolgreich im Nord-Fidschi-Becken von Bord des deutschen Forschungsschiffes Sonne aus eingesetzt.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Peter Halbach, 7792-674