Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus

Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin
Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin Bildquelle: Reinhard Görner

Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus

Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Freie Universität Berlin am 16. April 2007 die Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus. Nach knapp zweijähriger Pause wurde mit dem Beginn des Sommersemesters der Vorlesungsbetrieb wieder aufgenommen. Umfangreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen wurden ausgeführt; sie lassen die architektonische Perle der Fünfzigerjahre in neuem Glanz erscheinen.

Der Henry-Ford-Bau wurde zwischen 1952 und 1954 nach den Entwürfen des Berliner Architektenduos Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller erbaut. Nach dem Motto „Demokratie als Bauherr“ verkörpert die Architektur des lichtdurchfluteten Gebäudes Freiheit, Offenheit und Transparenz – Werte, für die die Freie Universität seit ihrer Gründung im Dezember 1948 steht. Der Henry-Ford-Bau wurde nach seinem Stifter benannt: Henry Ford II., den auch gebildete Zeitgenossen gerne mit seinem antisemitisch gesonnenen Großvater Henry Ford I. verwechseln. Die US-amerikanische Ford Foundation übernahm die Finanzierung des Gebäudes in Höhe von 8,1 Millionen Mark.

Ein Architekturwettbewerb mit 28 eingereichten Vorschlägen war der Erbauung des Gebäudekomplexes an der Dahlemer Boltzmann-, Gary- und Harnackstraße vorausgegangen. Die Aufgabe bestand unter anderem darin, den Neubau dem Villencharakter und der Landschaft der Umgebung anzupassen. Sobotka und Müller haben einen Bau entworfen, der trotz einer Gesamtfläche von 18.000 Quadratmetern alles andere als einem Monumentalbau gleicht. Durch die vollständige Verglasung der Längsseiten des Foyers haben die Architekten eine Leichtigkeit erschaffen, die die eigentliche Masse des Gebäudes fast vollständig aufhebt.

Die jüngsten Sanierungs- und Umbaumaßnahmen des Henry-Ford-Baus wurden von den Referaten Bauplanung und Baudurchführung der Freien Universität geplant und betreut. Es ist ein flexibel bespielbares, modernes Tagungszentrum entstanden.