Ehrenpromotion für Uwe Schlicht

Berlin, 31.01.2003

Verleihung der Ehrendoktorwürde an Uwe Schlicht

Foto Uwe Schlicht
Uwe Schlicht
Foto: Dewitz, © Freie Universität

Der Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie verleiht dem Journalisten Uwe Schlicht die Ehrenpromotion, um damit dessen bildungspolitisches Engagement zu würdigen.

Der Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie hat dem langjährigen Bildungsredakteur des "Tagesspiegels", Uwe Schlicht, am 31. Januar die Ehrendoktorwürde verleihen. Damit würdigt der Fachbereich das bildungspolitische Engagement Schlichts, der zu den profiliertesten Kennern der deutschen und internationalen hochschul- und schulpolitischen Szene zählt und ein ausgewiesener Experte in der Jugendforschung und Bildungsgeschichte ist. Schlicht hat seit 1962 in zahlreichen Artikeln für den "Tagesspiegel", dessen Bildungsressort er lange Jahre geleitet hat, über die Berliner Hochschullandschaft berichtet.

Den Festvortrag hält der Geehrte zum Thema: "Aufbruch aus der fremdbestimmten Unmündigkeit – Aufbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit? Die Freie Universität aus der Sicht des Studenten Uwe Schlicht und aus der Sicht des Journalisten Uwe Schlicht". Die Laudatio hält der Erste Vizepräsident der Freien Universität, Prof. Dr. Dieter Lenzen. Ehrendoktoren der Freien Universität Berlin sind u.a. Umberto Eco, Kofi Annan und Klaus Töpfer.

Der gebürtige Berliner hat sich in seiner kenntnisreichen, kritischen Berichterstattung vor allem für leistungsstarke Berliner Universitäten und das Schulwesen eingesetzt. So habe sich Schlicht in seiner Sorge um die Sicherung von Qualität und Leistung sowie in der Sorge um die nicht ausreichende Ausfinanzierung des Hochschulsektors als "ständiger und unbequemer Mahner und Frager gegenüber dem politischen System für die Universitäten des Landes verdient gemacht", so das Fachbereichsgutachten.

Schlicht studierte von 1957-1962 an der Freien Universität Berlin Jura, später Philosophie, Publizistik und Geschichte. 1962 berichtet Schlicht das erste Mal für den "Tagesspiegel", wird dort 1964 Redakteur, 1971 Leiter des Bildungsressorts. 1975 wird Schlicht mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet. Seine Buchveröffentlichungen beschäftigen sich mit der studentischen Opposition, der Jugendbewegung und der Freien Universität, der seine letzte größere Veröffentlichung gilt. Als Experte für Bildungspolitik hat Schlicht unzählige Podiumsdiskussionen geleitet, Bildungsexperten beraten und Ungereimtheiten aufgedeckt. Schlicht ist Mitglied im Kuratorium der Pressestiftung Tagesspiegel und im Beirat der Deutschen Gesellschaft für Bildungsverwaltung. Im Juli 2002 erhielt Schlicht die Goldmedaille für seine Verdienste um die Technische Universität Berlin.