Wirtschaftskooperationen

Die Freie Universität Berlin ist nicht nur gut mit der Wirtschaft vernetzt, sondern sieht sich auch selbst als ein Motor der Wirtschaft. Daher wird dem Wissens- und Technologietransfer an der Universität große Bedeutung beigemessen. Denn sowohl in den natur- als auch in den geisteswissenschaftlichen Fachbereichen entstehen Erfindungen und Ideen, aus denen Produkte der Zukunft werden können.

Forschungsergebnisse wirtschaftlich nutzen

Das Team „Wissens- und Technologietransfer“ sorgt dafür, dass möglichst viele Forschungsergebnisse auch wirtschaftlich verwertet werden. Dieses Ziel wird auf verschiedenen Wegen erreicht:

  • Wissenschaftler betreiben Forschung im Auftrag oder in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft,
  • Erfindungen von Wissenschaftlern werden patentiert und vermarktet,
  • Universitätsangehörige, Studierende oder Absolventen gründen ein Unternehmen, um ihre Forschungsergebnisse und Ideen zur Marktreife zu bringen

Auf allen drei Wegen werden Wissenschaftler und Akteure der Wirtschaft von der Freien Universität optimal unterstützt, etwa durch langfristige Kooperationen mit großen, mittleren und kleinen Unternehmen, durch die Forschungsdatenbank, den Patent- und Lizenzservice PULS und die Gründungsförderung profund.

Kooperationen und Datenbanken

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität präsentieren ihre Forschungsergebnisse auf Fachmessen und knüpfen so Kontakte zu möglichen Partnern in der Wirtschaft. Für die Studierenden bedeuten die Kooperationen mit Konzernen, kleinen und mittelständischen Unternehmen eine praxisnahe Ausbildung. Absolventen wird der Berufseinstieg erleichtert.

  • Bestehende Kooperationen

Derzeit kooperiert die Freie Universität unter anderem mit Bayer HealthCare Pharmaceuticals, Pfizer, BASF, BMW und zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen.

Weitere Informationen finden Sie in der Liste der aktuellen Industriekooperationen.

  • Forschungsdatenbank: Information als Grundlage für Kooperation

Um über wissenschaftlichen Aktivitäten an der Freien Universität zu informieren und möglichen Partnern aus der Wirtschaft die Kontaktaufnahme zu erleichtern, steht eine öffentlich zugängliche Online-Datenbank zur Verfügung. Die Forschungsdatenbank stellt zum einen das Profil von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor und führt mehr als 7000 aktuelle und abgeschlossene Forschungsprojekte auf.

  • Erfindungen, Patente, Lizenzen

Der universitätsinterne Patent- und Lizenzservice PULS arbeitet eng mit der Patentverwertungsagentur ipal GmbH zusammen: Hier werden gemeldete Erfindungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Freien Universität hinsichtlich patent- und wirtschaftsrelevanter Aspekte bewertet, alle Abläufe der Patentierung koordiniert und die Erfindungen wirtschaftlich verwertet – etwa als Lizenz für Unternehmen oder als Grundlage für eine eigene Unternehmensgründung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in allen erfindungsrelevanten Fragen informiert, beraten und unterstützt.

  • Gründungsförderung

Seit den 1980er Jahren betreibt die Universität erfolgreich Gründungsförderung. Ziel ist es, unternehmerisches Denken und Handeln sowohl unter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auch unter den Studierenden zu etablieren.

Unternehmensgründer sind in der Vorbereitungs- und Startphase oft auf finanzielle und fachliche Unterstützung angewiesen. Profund – die Gründungsförderung der Freien Universität Berlin, unterstützt Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Alumni bei der Unternehmensgründung von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung.

Profund bietet Seminare und Wettbewerbe zur Gründerqualifizierung, organisiert Netzwerkveranstaltungen, berät und hilft beim Finanz-Scouting, vermittelt Experten, Coaches und Mentoren. Die Gründerinnen und Gründern haben außerdem die Möglichkeit, in der Startphase kostenlos eines der mehr als 100 gut ausgestatteten Büros in den fünf Gründerhäusern auf dem Campus zu nutzen. So können sie auf kurzen Wegen vom Wissen an der Universität profitieren.

Von 2006 bis 2010 sind mit Unterstützung von profund mehr als 60 Unternehmen entstanden.  Im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg wurde die Freie Universität Berlin 2011 zum vierten Mal in fünf Jahren (2007, 2008, 2009, 2011) zur „Ideenschmiede Berlin“ gekürt. 

Bundesweit belegt sie den ersten Platz bei der Einwerbung von EXIST-Gründerstipendien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie seit Bestehen des Programms. Unter 59 untersuchten deutschen Hochschulen erreichte die Freie Universität in einer Studie von 2009 den dritten Platz in Bezug auf die Ausgründungsaktivitäten.

Letzte Aktualisierung: 23.10.2013