Leila Papoli Yazdi

Prof. Dr. Leila Papoli Yazdi
Prof. Dr. Leila Papoli Yazdi Bildquelle: Private

Die iranische Archäologin Prof. Dr. Leila Papoli Yazdi übernimmt im Wintersemester 2014/15 die internationale Gastprofessur für Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin. Zu den Forschungsgebieten der 36-Jährigen gehören die iranische Geschlechter- und Körpergeschichte von der Antike bis zur Gegenwart sowie kunsthistorische Themen. Die Ergebnisse ihrer archäologischen Arbeit vermittelt sie wissenschaftlich, aber auch in Performances oder Ausstellungen mit politischen und humanitären Zielsetzungen. So hat sie Methoden ihrer Fachdisziplin genutzt, um nach dem Erdbeben in Bam 2003, bei dem mehr als 30.000 Menschen starben, auf das entstandene Leid aufmerksam zu machen.

Wegen ihrer feministischen Position musste Leila Papoli Yazdi ihre Professur für Archäologie an einer Forschungsuniversität, der Buali Sina Universität im iranischen Hamadan, die sie von 2005 bis 2010 innehatte, aufgeben und lehrte zunächst an der kleineren Neishabur Universität. Seit 2012 arbeitet sie als Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung am Institut für Vorderasiatische Archäologie der Freien Universität Berlin. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt sich Leila Papoli Yazdi mit dem weiblichen Körper als Objekt politischer Propaganda. Sie untersucht dabei einen Zeitraum, der von der Sassaniden-Zeit in Persien, also vom 3. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr., bis zur Gegenwart reicht.

Neben ihrer Antrittsvorlesung unterrichtet Leila Papoli Yazdi ein Seminar im Institut für Vorderasiatische Alterumskunde.