„Ein beruhigendes Gefühl“

Universitätspräsident Peter-André Alt gratulierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Goldenen Saal des Präsidiums zum 25. und 40. Dienstjubiläum

26.11.2015

Peter-André Alt stößt auf die Mitarbeiter an
Peter-André Alt stößt zum Jubiläum an Bildquelle: Jonas Huggins
Rund 30 Angestellte wurden im goldenen Saal geehrt.
Rund 30 Angestellte wurden im goldenen Saal geehrt Bildquelle: Jonas Huggins
Thomas Burmester-Ahl
Thomas Burmester-Ahl Bildquelle: Jonas Huggins
Peter-André Alt gratuliert Dorothea Jaeger
Dorothea Jaeger Bildquelle: Jonas Huggins
Helga Kanda
Helga Kanda Bildquelle: Jonas Huggins

Peter-André Alt würdigte die Mitarbeiter für ihren langjährigen Einsatz. „Ich bin immer wieder beeindruckt von den Lebens- und Berufswegen“, sagte der Präsident bei einer feierlichen Zeremonie. Eine Universität, das sage schon der Name, sei eine Einrichtung, die besondere Vielfalt zusammenbringe. Hinzu komme, dass sie sich stetig verändere. Dafür, dass die Mitarbeiter die Dynamik getragen hätten, sei er ihnen persönlich sehr dankbar, sagte Alt.

Von der Poststelle über das Wahlbüro und das Immatrikulationsbüro bis hin zur Studierendenverwaltung: Thomas Burmester-Ahl arbeitet seit nahezu 40 Jahren für die Freie Universität. Das sei ein beruhigendes Gefühl. „Ich bin gerne hier“, sagte er. Bevor er an die Universität kam, hatte er im Bezirksamt Neukölln gearbeitet. Der Umzug aus den „muffigen Büros“ auf den Campus der Universität habe ihm „irrsinnig gut gefallen“, sagt er. Vor allem der Umgang mit jungen Menschen mache ihm Freude.

Ähnlich sieht es Dorothea Jaeger. Die Biologin aus Aachen arbeitete zunächst in einem Privatlabor, bevor sie 1988 als medizinisch-technische Assistentin im Institut für Fleischhygiene am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität eingestellt wurde. Dort unterstützt sie Lehre und Forschung, indem sie die praktischen Kurse in der Veterinärmediziner-Ausbildung betreut. Es mache ihr besonderen Spaß, ihr Wissen über Mikrobiologie weiterzugeben – an viele Praktikanten und Doktoranden, auch ein Habilitand sei dabei gewesen. „Es ist schön, wenn man verfolgen kann, wie Karrieren verlaufen“, sagt Dorothea Jaeger.

Die Erinnerungen an ihre Anfänge an der Universität macht manche aber auch wehmütig. „Früher kannte man jeden, es war wie eine große Familie“, sagt Helga Kanda, die ihr Berufsleben vor 25 Jahren als Gärtnerin im Botanischen Garten begann. „Heute kommt man sich manchmal vor wie eine Fremde im eigenen Haus.“ Die teils hohen Gehaltsunterschiede machen ihr Sorge. Um daran etwas verändern zu können, engagiert sie sich seit Februar als stellvertretende Vorsitzende des Gesamtpersonalrats. „Ich wollte etwas bewegen“, sagt sie. „Als man mich Ende letzten Jahres ansprach, habe ich mich entschlossen: Ich versuch’s.“

Auch Thomas Burmester-Ahl erinnert sich gern an frühere Zeiten. „Die Freundschaft zwischen Kollegen hat sich verändert“, sagt er. Früher bildeten die Beschäftigten eine große Gemeinschaft, eine große Familie, heute sei das nur noch in kleineren Bereichen der Fall. Er sei aber geblieben, weil er sich an der Universität sehr wohl fühle. Für ihn spielt eine große Rolle, dass der Campus im Grünen gelegen ist. Wenn das Wetter schön ist, könne man sich in der Mittagspause für eine halbe Stunde in den Park setzen.