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Familiengerechte Hochschule
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Der Freien Universität Berlin wurde am 14. Mai 2007 das Grundzertifikat zum audit familiengerechte hochschule erteilt. Mit ihren rund 100 Studienfächern und 35.000 Studierenden, davon 60 Prozent weiblichen Studenten, zählt die 1948 von Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Hilfe der USA gegründete Universität zu den größten Universitäten in Deutschland. Die Freie Universität ist eine international vernetzte Forschungsuniversität. Zum Zeitpunkt der Auditierung waren insgesamt 4.770 Personen bei der Freie Universität Berlin beschäftigt. Der Anteil weiblicher Beschäftigter lag bei 53 Prozent. Der Frauenanteil unter Professuren lag mit 21 deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von derzeit 13 Prozent. Bei den Neuberufungen lag der Frauenanteil regelhaft zwischen 30 und 50 Prozent.
Ziel der Auditierung
Die Freie Universität Berlin erwartet durch die Teilnahme am audit familiengerechte hochschule eine höhere Sichtbarkeit der bereits zahlreich vorhandenen familienfreundlichen Maßnahmen nach innen und außen. Mit dem Ausbau ihrer familienbewussten Personalpolitik möchte die Freie Universität eine tragfähige Balance aus Arbeitszufriedenheit der Beschäftigen und Optimierung der Betriebseffizienz erreichen und damit auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber noch mehr steigern. Als Ergebnis des audit sollen sich die Chancen und Erfolge für Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Familienaufgaben und damit die Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöhen. Die Attraktivität der Freie Universität als Ort, an dem sich Karriere und Familie verbinden lassen, soll insbesondere für Professorinnen und Professoren erhöht werden.
Vorhandene Maßnahmen
- Gleitzeit mit Kernarbeitszeit
- Familienbedingte Teilzeitarbeit
- Freistellung zur Betreuung von Angehörigen
- Gesundheitsmanagementprojekt
- Fundament Gesundheit
- Seminare im Bereich Führungskompetenz und Entwicklung der Sozialkompetenz
- AG »FU mit Kind«
- KiTa des Studentenwerks mit aktuell rd. 160 Plätzen
- Lehrstühle für Familienforschung und Genderforschung
- Mentoring-Programme für Frauen auf dem Weg zur Professur und – in einzelnen Bereichen – für Studierende
- Integration von Genderaspekten in 100 Prozent der Studiengänge zur Lehrerbildung
- Wickel- und Stillräume in den meisten Gebäuden der Universität
Zukünftige Maßnahmen
- Einrichtung eines Familienbüros für die Projektsteuerung
- Entwicklung von Angeboten für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler im Bereich Führungskräftetraining
- Aufnahme des Themas in hochschulinternen Zielvereinbarungen als eigenständige Kategorie
- Ausbau der kurzzeitigen Betreuung für Kinder von Studierenden
- Verbesserung der Notfallbetreuung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige von Beschäftigten
- Erleichterung der Studienorganisation für Studierende mit Kind
- Prüfen der bevorzugten Modulzulassung für Studierende mit Kind
- Ausbau und Bündelung der Vereinbarkeitsthematik in Informationsmedien
- Unterstützung von Beschäftigten mit pflegebedürftigen Angehörigen





